Ob Said El Mala in der kommenden Saison für den 1. FC Köln spielt, ist weiterhin ungeklärt. Unter anderem wurde der Shooting-Star mit Transfers nach Brighton oder Brentford in Verbindung gebracht, eine erfolgreiche Abwicklung kam aber nicht zustande. Aktuell trainiert El Mala regulär im Rahmen der Saisonvorbereitung des Effzeh, Coach René Wagner äußerst sich jetzt gegenüber der BILD zur Zukunft seines Schützlings.
„Said ist mit den Gedanken nicht woanders. Er ist hier, ist Spieler des 1. FC Köln und gibt jeden Tag Gas. Wir haben gestern noch mal lange gesprochen: Er kniet sich in alles rein, weiß ganz genau, was seine Themen sind, die er bearbeiten möchte. Das macht er aktuell und man sieht, dass er in jedem Zweikampf mit dabei ist und defensiv mitarbeitet. Er präsentiert sich jeden Tag als FC-Spieler und gibt keinem Spieler und keinem Staff-Mitglied das Gefühl, dass er mit den Gedanken irgendwoanders ist.“

Heile Welt also am Geißbockheim? Die jüngsten Eindrücke bestätigen diese Annahme zumindest. El Mala wirkt präsent, nicht nur auf dem Feld. Auch gegenüber den Fans gibt sich der 19-Jährige nahbar. Es scheint für den Moment tatsächlich so, als sei der Wechselwunsch des Tempodribblers beiseite gelegt worden zu sein. Damit würden Köln zwar saftige Einnahmen in ungefährer Höhe von 50 Millionen Euro entgehen, die Fans dürften sich aber auf weitere spektakuläre Momente in der kommenden Spielzeit freuen. El Mala erzielte insgesamt 13 Bundesliga-Tore in der vergangenen Saison und sorgte mit seinen Aktionen mehrfach für absolute Highlights.
Macht ein Topklub Köln ein unmoralisches Angebot für El Mala?
Dennoch ist weiterhin nicht ausgeschlossen, dass ein Wechsel auch spät im Transferfenster doch noch zustande kommt. Wagner weiß um diese Umstände und betont die Wichtigkeit von klarer und offener Kommunikation: ,,Wir sind erwachsene Leute und wir können offen miteinander umgehen. Natürlich sprechen wir darüber, dass es im Sommer mal das ein oder andere Interesse gab. Aber aktuell steht Said hier auf dem Trainingsplatz. Und das wird er auch die nächsten Wochen tun. Der Junge macht nicht den Eindruck, dass irgendetwas anderes in seinem Kopf rumschwebt. Und wenn dann was kommen sollte, kann man sich hinsetzen und reden.“
In jedem Fall bräuchte Köln im Falle eines kurzfristigen El-Mala-Abgangs schnellstmöglich einen qualitativen Ersatz. Erst vor Kurzem hat der Effzeh Rechtsaußen Jakub Kaminski abgegeben. Für den Polen kassiert Köln eine Summe von 20 Millionen Euro, verliert aber einen der besten Spieler der abgelaufenen Saison.


