Reformen bei der FIFA? Infantino überraschend offen für Dialog!

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Rund um den Fußball-Weltverband FIFA gab es zuletzt reichlich Zoff. Schon vor der WM wurde das Turnier in den USA kritisch gesehen, die Verbindungen von FIFA-Präsident Gianni Infantino zu Donald Trump waren ebenfalls vielen ein Dorn im Auge. 

Hinzu kamen die Investorenpläne Infantinos, die besagten, dass es möglich gemacht werde, dass Teile der zukünftigen Weltmeisterschaften an Investoren veräußert werden könnten. Infantino selbst geht es vielen Kritikern zufolge nur um die eigene Macht.

Das sorgte für viele Diskussionen. Die UEFA ist derzeit der größte Gegenspieler Infantinos und will die Macht des FIFA-Bosses einschränken. Doch nun tut sich Überraschendes.

Infantino plötzlich offen für Reformen

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat in einem Schreiben an die Mitglieder des FIFA-Rates und die Präsidenten aller 211 Mitgliedsverbände deutlich gemacht, dass er offen für einen Dialog über Reformen im Weltfußballverband ist. Das ist neu.

In dem Schreiben, das am Montag versandt wurde und das dem englischen Medium The Athletic vorliegt, ging Infantino auf den aufgegebenen Vorschlag „FIFA Forward Enterprise“ (FFE) ein und legte im Vorfeld der Sitzung des FIFA-Rates am 15. Oktober zwei separate Reformpläne vor.

Gianni Infantino
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„Erstens werde ich den Rat fragen, ob er eine unabhängige externe Überprüfung des derzeitigen Führungsrahmens der FIFA für wichtige strategische Initiativen in Auftrag geben und mögliche Verbesserungen empfehlen möchte“, heißt es in Infantinos Schreiben.

Und weiter: „Zweitens werde ich vorschlagen, dass der Rat einen direkten, strukturierten und zeitlich begrenzten Konsultationsprozess mit den Konföderationen, den Mitgliedsverbänden und den relevanten Interessengruppen darüber einleitet, wie die Entscheidungsfindung der FIFA weiter gestärkt werden kann.“

Das sind erstaunlich versöhnliche Töne. Infantino weiß wohl, dass er mit viel Gegenwind zu kämpfen hat. Und es wenn es für ihn eine Chance auf eine Wiederwahl geben soll, dann muss er besänftigen.

Infantino zeigt sich offen für Vorschläge. „Im Rahmen dieser Konsultation würden konkrete Vorschläge zu einer frühzeitigeren Einbindung der Institutionen, zu den jeweiligen Rollen des Präsidenten, des Präsidiums, des Rates und des Kongresses sowie zu praktischen Möglichkeiten zur Stärkung von Transparenz, Mitbestimmung und Rechenschaftspflicht bei wichtigen strategischen Initiativen eingeholt.“

Infantino betonte zudem, dass „die demokratischen Prozesse, die Unabhängigkeit und die sportliche Autorität der FIFA niemals zum Verkauf standen.“ Und das bleibt auch in Zukunft so. Der FIFA-Rat entscheidet über die Vorschläge Infantos. Dieser besteht aus 37 Mitgliedern. Und überlegt sich vorab sicher genau, wie damit umgegangen werden soll.

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