Im Tor der deutschen Nationalmannschaft steht Marc-André ter Stegen vor einem Comeback. Vor der Partie gegen die Niederlande sprach der 34-Jährige ausführlich über Manuel Neuer. Eine Gratulation zu seiner neuen Rolle hat er von ihm bislang nicht erhalten.
Bundestrainer Jürgen Klopp hat ter Stegen vorerst zur Nummer eins erklärt. Seine Entscheidung begründete Klopp bei der Bekanntgabe des ersten Kaders so: „Er ist fit und bringt die Erfahrung mit. Er macht einen sehr guten Eindruck.“
Für den Torhüter, der derzeit an Ajax Amsterdam ausgeliehen ist, wird der Nations-League-Klassiker zu einem besonderen Termin. Erstmals seit 15 Monaten soll er wieder im deutschen Tor stehen, ausgerechnet in Amsterdam.
Ter Stegen räumt fehlende Gratulation ein
Auf der Pressekonferenz wurde ter Stegen gefragt, ob sich Neuer bei ihm gemeldet habe. Seine Antwort fiel selbstkritisch aus: „Nein, nein. Er ist vor kurzem auch noch einmal Vater geworden. Auch noch einmal Glückwunsch an ihn, gratuliert habe ich nicht. Dafür sorry, mein Fehler.“

Auch persönlich sahen sich beide zuletzt offenbar selten. „Wir hatten uns einmal gesehen im Kurzurlaub. Das war aber schon etwas her und sogar vor der WM“, berichtete der Keeper.
Neuer hatte seine Länderspielkarriere nach der vergangenen Weltmeisterschaft beendet. Beim FC Bayern steht der 40-Jährige weiterhin im Tor. Ob er über die laufende Saison hinaus weitermacht, ist bislang nicht entschieden.
Warme Worte für den langjährigen Konkurrenten
Ter Stegen verfolgt den Weg seines früheren Rivalen weiterhin und wünscht ihm ein gutes Ende der Laufbahn. „Für ihn ist natürlich schön, dass er gesund ist und spielen kann. Das wünsche ich ihm auch, dass er einen schönen Abschluss hat“, sagte er.
Deutlich wurde der 34-Jährige bei der Einordnung dessen, was Neuer für den deutschen Fußball bedeutet: „Er ist eine Legende des deutschen Fußballs und ich habe maximalen Respekt vor dem, was er für Fußballdeutschland geleistet hat.“ Über Jahre hatten beide beim DFB um denselben Platz gekämpft.

