Marc Kosicke ist für Jürgen Klopp eine der wichtigsten Personen im Fußball-Kosmos und begleitet die Karriere des Trainers schon seit rund 20 Jahren. Der Berater schreckt bei Klopp auch nicht vor Kritik zurück.
Der neue Bundestrainer brachte seinen langjährigen Wegbegleiter sogar mit zum DFB, für den Kosicke als Strategischer Berater tätig ist. Im Gespräch mit 11Freunde sprach der 55-Jährige über seine neue Aufgabe und über eine Aussage Klopps, die ihm gar nicht gefallen hat.
Die WM begleitete der heutige Bundestrainer als TV-Experte für Magenta und ließ sich zu einer schnippischen Bemerkung hinreißen. Als über die Aufstellung der Nationalmannschaft diskutiert wurde, scherzte Klopp: „Julian Nagelsmann stellt die Mannschaft auf – noch.“ Für die Bemerkung erntete Klopp viel Kritik und entschuldigte sich im Anschluss an das Spiel gegen Curacao bei Nagelsmann.
„Trainerkiller“ Klopp? Kosicke widerspricht deutlich
„Für mich war desaströs, dass der Eindruck entstand, als ob Jürgen den Job von Julian wollte und nur darauf wartet, dass was passiert“, sagte Kosicke: „Dabei hatten wir andere Pläne.“ Demnach hätte Klopp, der damals noch als Head of Global Soccer für Red Bull tätig war, erst nach der EM 2028 die Nationalmannschaft übernehmen wollen, sofern der Platz nach Nagelsmanns Vertragsende frei geworden wäre.

Bei einem anderen Thema nahm der Berater Klopp jedoch in Schutz. Der heutige Nationaltrainer galt bei der Entlassung von Leipzig-Trainer Ole Werner als treibende Kraft, im gesamten Red-Bull-Kosmos fanden während Klopps Tätigkeit allgemein viele Trainerwechsel statt. „Sie (die entlassenen Trainer, Anm. d. Red.) denken vermutlich: Jürgen ist das große Arschloch, denn er hat uns abserviert. Dabei war er eigentlich der Trainerbeschützer und hat sie noch länger im Job gehalten, das haben sie aber leider gar nicht so gesehen.“

