Es braut sich etwas zusammen in England. Die Vereine der Premier League planen rechtliche Schritte als Reaktion darauf, dass Manchester City in fast allen Anklagepunkten im Zusammenhang mit Verstößen gegen die Finanzvorschriften der Liga für schuldig befunden wurde.
Mehrere Vereine haben bereits vor einiger Zeit führende Anwälte hinzugezogen, um zu klären, welche Ansprüche ihnen möglicherweise zustehen, und eine Reihe von Vereinen tauscht sich diesbezüglich untereinander aus. Das berichtet The Athletic.
Anwaltskanzleien haben schon vor geraumer Zeit sich an die Vereine gewandt, um ihnen mitzuteilen, dass sie Anspruch auf Schadenersatz hätten, sollte sich herausstellen, dass Manchester City gegen die Regeln der Premier League verstoßen hat.
Premier League: Klubs wollen sich absichern
Und nachdem nun ein unabhängiges Gremium entschieden hat, dass der achtmalige Premier-League-Meister in 114 der 115 von der Liga gegen ihn erhobenen Vorwürfe für schuldig befunden wurde, intensivieren sich diese Gespräche.

Eine unabhängige Kommission entschied im Juni, dass Everton 35,1 Millionen Pfund an Burnley zahlen muss, nachdem festgestellt wurde, dass der Verstoß gegen die Profitabilitäts- und Nachhaltigkeitsregeln (PSR) der Premier League in der Saison 2021/22 dem Verein einen entscheidenden sportlichen Vorteil verschafft hatte.
Damals wurde dies als möglicher Wendepunkt angesehen, und der durch diese Entscheidung geschaffene Präzedenzfall könnte nun von Bedeutung sein für andere Vereine, die von City Entschädigungszahlungen einfordern.
Welche Strafen den Skyblues für die Verstöße per sé drohen, ist noch nicht bekannt. Es ist erst einmal davon auszugehen, dass man bei Manchester City alle Hebel in Bewegung setzt, um in Berufung zu gehen. Inwieweit das aber erfolgversprechend ist, wird sich noch zeigen. Dem Klub drohen in jedem Fall Probleme und auf jeden Fall auch empfindliche Strafen.

