„Keine Top-Mannschaft mehr“: Schweinsteiger rechnet mit dem DFB-Team ab

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Der Fehlstart von Jürgen Klopp als Bundestrainer ist perfekt. Nach dem 1:1 gegen die Niederlande verlor Deutschland das erste Heimspiel unter dem 59-Jährigen mit 0:1 gegen Griechenland. Bastian Schweinsteiger zog anschließend ein ernüchterndes Fazit.

Dimitris Kourbelis erzielte in der 74. Minute den entscheidenden Treffer in Augsburg. Deutschland hatte deutlich mehr Ballbesitz, entwickelte daraus aber zu wenig Torgefahr und fand gegen die kompakte griechische Defensive kaum Lösungen.

Für Schweinsteiger ist die Niederlage kein einmaliger Ausrutscher. Der Weltmeister von 2014 sieht vielmehr ein grundsätzliches Qualitätsproblem bei der deutschen Nationalmannschaft.

„Wir sind keine Top-Mannschaft mehr. Wir sind im Mittelmaß angekommen“, erklärte der frühere Bayern-Profi nach dem Abpfiff in der ARD.

Schweinsteiger fehlen die Unterschiedsspieler

Jürgen Klopp
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Vor allem die individuelle Qualität bereitet Schweinsteiger Sorgen. Dem DFB-Team fehlten derzeit Spieler, die enge Partien mit einer besonderen Aktion entscheiden können.

Genau deshalb hält der 42-Jährige Klopps Vorgehen für nachvollziehbar, zu Beginn seiner Amtszeit zahlreiche Akteure auszuprobieren. Der neue Bundestrainer müsse herausfinden, auf welche Spieler er langfristig setzen könne, um Deutschland wieder näher an die europäische Spitze zu führen.

Einen Akteur sieht Schweinsteiger dabei allerdings als unumstritten an: Joshua Kimmich.

„Der Einzige, der für mich gesetzt ist, ist Kimmich“, betonte der frühere Nationalmannschaftskapitän. Auf zahlreichen anderen Positionen sieht er dagegen noch keine klare Hierarchie.

Insbesondere in der Offensive fehle es Deutschland an Spielern, die regelmäßig den Unterschied ausmachen. Gleichzeitig warnte Schweinsteiger davor, Klopp bereits nach seinen ersten beiden Länderspielen abschließend zu bewerten.

Auch Wirtz muss richtig eingesetzt werden

Als Beispiel nannte Schweinsteiger Florian Wirtz. Die vorhandenen Qualitäten des Offensivspielers müssten so eingesetzt werden, dass sie der Nationalmannschaft tatsächlich helfen. Gleichzeitig gehe es darum, die Spieler im DFB-Kader weiterzuentwickeln.

Die Aufgabe für Klopp wird damit nicht kleiner. Der neue Bundestrainer ist mit großen Erwartungen gestartet, wartet nach zwei Spielen aber weiterhin auf seinen ersten Sieg.

Nach dem Remis in Amsterdam folgte gegen Griechenland nun der erste Rückschlag. Schweinsteigers Urteil zeigt, wie groß die Baustelle aus seiner Sicht ist: Statt über Titel und die Rückkehr an die europäische Spitze zu sprechen, müsse Deutschland zunächst den Weg aus dem „Mittelmaß“ finden.

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