Die WM 2026 fand ohne Frankreichs Eduardo Camavinga statt. Unter Zinedine Zidane ist der Real-Star wieder gefragt.
Beim ersten Spiel unter dem neuen Nationaltrainer wurde der 23-Jährige in der 78. Minute für Rayan Cherki eingewechselt und half mit, den knappen 1:0-Sieg zum Auftakt der Nations League gegen die Türkei ins Ziel zu bringen. Dass Camavinga es überhaupt ins Aufgebot von Les Bleus geschafft hat, galt bereits als Überraschung.
Erst im Sommer hatte Zidanes Vorgänger Didier Deschamps den Madrilenen aussortiert und nicht für die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada berufen. Nach einer schwachen Saison in der spanischen Liga war Camavinga in der Hierarchie abgerutscht und zog gegenüber Manu Kone und Adrien Rabiot den Kürzeren.
Schwerer Stand bei Real: Camavinga ist nur noch Teilzeitkraft
Zidane baut dennoch auf den Mittelfeldspieler. Vor fünf Jahren war der einstige Weltstar entscheidend an Camavingas Wechsel zu Real Madrid beteiligt. Dort entwickelte sich der variabel einsetzbare Spieler aus der renommierten Jugendakademie von Stade Rennes schnell zu einer wichtigen Option für Trainer Carlo Ancelotti und zählte seither zum erweiterten Kreis der Stammspieler.
Seit dem Abschied von „Don Carlo“ läuft Camavinga in der spanischen Hauptstadt den eigenen Ansprüchen jedoch hinterher. Unter Xabi Alonso und Alvaro Arbeloa konnte er nicht überzeugen und wurde immer wieder von Verletzungen ausgebremst. Im Sommer gab es sogar Spekulationen über einen vorzeitigen Abschied von den Königlichen.

Auch den Trainerwechsel von Arbeloa zu Jose Mourinho konnte der 23-Jährige bisher nicht für sich nutzen. Unter dem Portugiesen zählte Camavinga erst zweimal zur Startelf und kommt bei sechs Einsätzen in La Liga nur auf 240 Minuten auf dem Rasen. Dennoch schenkte ihm Zidane das Vertrauen.
Am Montagabend bestreitet der WM-Vierte das zweite Spiel unter dem neuen Trainer. In der Nations League sind die Franzosen bei Nachbar Belgien zu Gast. Die Roten Teufel führen die Tabelle der Gruppe 1 nach ihrem 2:0-Sieg gegen Italien an.

