Zwei Spiele hat die deutsche Nationalmannschaft in der Nations League bisher absolviert. Dabei steht sie noch ohne Sieg da. Jürgen Klopp holte in den ersten beiden Partien als Bundestrainer nur einen Punkt.
Gegen die Niederlande gelang das im ersten Spiel, es folgte eine knappe 0:1-Heimniederlage gegen Griechenland. Es gab positive Momente, aber allen voran die Erkenntnis, dass sich im Spiel der deutschen Mannschaft noch vieles verbessern muss.
Klopp machte keinen Hehl daraus, dass er sich bei den Ergebnissen etwas mehr vorgestellt hatte. Das war es aber nicht, was Lothar Matthäus, den Rekordnationalspieler, an den Klopp-Aussagen störte.
Matthäus spricht über Klopp-Auftakt
In seiner Kolumne bei Sky nahm Matthäus den Auftakt des Bundestrainers genauer unter die Lupe. „Mich hat nur ein Klopp-Satz gestört: „In den 15 Minuten nach der Pause haben wir gezeigt, was wir wollen.“ Wenn in diesen 15 Minuten die Automatismen funktioniert haben, warum dann nicht auch in den anderen 75 Minuten“, fragte Matthäus.

Für Matthäus müssen alle zusammen versuchen, besser zu werden und konsequenter zu sein. „Klopps System ist ähnlich wie das des FC Bayern. Er erwartet die gleichen Dinge von seinen Spielern wie die Vereinstrainer. Deswegen nehme ich nicht nur den Bundestrainer in die Pflicht, sondern auch die Spieler. Sie bringen Qualität und Erfahrung mit, aber wenn sie diese Qualitäten nicht zeigen, funktioniert es nicht“, erläuterte der Ex-Profi.
Die Nations League selbst schrieb Matthäus derweil aber noch nicht ab: „Was man auch nicht vergessen darf, gerade vor den zuletzt ausgebliebenen Erfolgen bei den vergangenen Welt- und Europameisterschaften: Die Nations League ist ein wichtiger Wettbewerb und wir haben immer noch die Chance, das Viertelfinale zu erreichen.“

