Längst nicht am Ziel, aber viel mehr Klopp: DFB-Team besiegt Serbien

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Im dritten Spiel unter Jürgen Klopp hat die DFB-Elf ihren ersten Sieg eingefahren. Besonders die Art und Weise stimmt optimistisch. 

Nach dem 1:1 gegen die Niederlande und dem enttäuschenden 0:1 gegen Griechenland nutzte Klopps zweiter Kader gegen Serbien seine Chance. Am Ende feierte die deutsche Auswahl in München einen hochverdienten 2:o-Sieg. Tom Bischof hatte vor der Pause per Abstauber für die Führung gesorgt, Florian Wirtz machte nach einer Stunde den Deckel drauf.

Ähnlich wie bei der Niederlage gegen Griechenland bekam es das DFB-Team erneut mit einem tiefen, kompakten Block zu tun, kam diesmal damit aber besser zurecht. Schnell kam die Nationalmannschaft zu Chancen und hätte auch früher bereits für klare Verhältnisse sorgen können.

Klopp lobt Abwehrreihe: „Super nach vorne verteidigt“

Besonders im Gegenpressing, einem zentralen Element des Klopp-Fußballs, zeigte sich Deutschland klar verbessert. Nach Ballverlusten schaltete das Team kollektiv um und setzte die überforderten Serben derart unter Druck, dass der der Ballbesitz meist nach wenigen Sekunden wieder wechselte. „Wir können uns alle Freiheiten, alle Risiken leisten, wenn wir gemeinsam die Kugel zurückerobern“, betonte ein zufriedener Bundestrainer nach der Partie: „In unseren Pressingmomenten waren alle da. Die letzte Linie hat super nach vorne verteidigt.“

Florian Wirtz und Tom Bischof
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Nicht nur mit der Leistung des Kollektivs war der 59-Jährige an einem für ihn „perfekten Abend“ zufrieden. Mehrere Akteure des zweiten Kaders nutzten ihre Chancen eindrucksvoll. Neben den Torschützen Bischof und Wirtz gefiel Aleksandar Pavlovic auf der Sechs und zeigte nach einer schwachen WM endlich wieder, wieso er beim DFB als Führungsspieler der Zukunft gilt.

Auch die Debütanten Derry Scherhant und Mika Baur (1000. Spieler der DFB-Geschichte) sowie Bambasé Conté beeindruckten Klopp mit ihren Leistungen und dürfen sich auch mit Blick auf den November Hoffnungen auf weitere Einsätze machen. So mancher Platzhirsch aus Kader eins wird sich neuen Konkurrenten stellen müssen.

DFB-Entwicklung ist erst am Anfang

Getan ist die Arbeit für den Bundestrainer mit dem ersten Erfolgserlebnis aber noch lange nicht. Auch gegen Serbien war noch längst nicht alles perfekt. Im letzten Drittel fehlte es bisweilen noch an der Geradlinigkeit, die Klopp-Offensiven stets auszeichnet, zudem ließ die Chancenverwertung zu wünschen übrig. Nach dem schwachen Griechenland-Spiel wird sich der Nationalcoach jedoch freuen, wenn das die Hauptkritikpunkte nach einem Heimsieg sind.

Schon am Sonntag geht es für das DFB-Team weiter. Im stimmungsvollen Toumba-Stadion von PAOK Saloniki wartet erneut Griechenland. Die Hellenen verfügen gerade in der Offensive über eine andere individuelle Qualität als Serbien und schrammten auch gegen die Niederlande nur haarscharf am Sieg vorbei.

Schaffen es Klopp und seine Mannschaft, den Schwung aus dem Serbien-Spiel mitzunehmen und mit einer guten Leistung in Thessaloniki zu bestätigen, endet die erste Länderspielphase unter dem neuen Bundestrainer trotz eines holprigen Starts auf einer positiven Note. Für den Nationaltrainer und seine Mitstreiter von enormer Bedeutung, wenn sie in die Vorbereitung auf die November-Länderspiele starten.

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