Vor 20 Jahren hing Zinedine Zidane die Fußballschuhe an den Nagel. Seine Nationalspieler beeindruckt der neue Frankreich-Coach noch immer.
Der Nachfolger von Didier Deschamps wirkt im Training von Les Bleus auch mit 54 Jahren noch gerne selbst mit und brachte so unter anderem den früheren Gladbacher Manu Kone ins Staunen. „Was mich in der ersten Trainingswoche am meisten beeindruckt hat, war sein technisches Repertoire“, zitiert Sport Bild den heutige Roma-Star vor dem Spiel in der Nations League gegen Italien: „Er hat nichts von seinem Können eingebüßt. Es live zu sehen, ist noch beeindruckender, besonders in seinem Alter.“
Als Mittelfeldspieler höre er bei den Anweisungen des zweimaligen Ballon-d’Or-Gewinners besonders genau zu, so Kone: „Es ist eine Freude, von Zidane trainiert zu werden. Einer Legende des Weltfußballs. Er war selbst Mittelfeldspieler. Als solcher höre ich genau auf das, was er sagt, und kann an seiner Seite nur dazulernen.“
Drittes Spiel unter Zidane: Frankreich trifft auf Italien
Als Spieler gewann Zidane 1998 mit Frankreich die Weltmeisterschaft und zwei Jahre später auch die EM. 2006 beendete er seine große Laufbahn mit der WM in Deutschland, verlor mit der Nationalmannschaft aber das Finale gegen Italien. Sein Kopfstoß gegen Marco Materazzi markierte das unrühmliche Ende seiner Karriere, gilt aber heute als einer der ikonischsten Momente der WM-Geschichte.
Als Vereinstrainer war der 54-Jährige bisher ausschließlich für seinen Ex-Verein Real Madrid tätig und feierte auch dort große Erfolge. Zwischen 2016 und 2018 gewannen die Blancos dreimal in Folge die Champions League, ein Kunststück, das in der modernen Königsklasse (seit 1992/1993) sonst niemandem gelang.

Nach fünf Jahren ohne Trainerposten übernahm Zidane nach der WM das Amt als Nationaltrainer von seinem früheren Mitspieler Didier Deschamps. Die ersten beide Spiele unter seiner Führung konnte der WM-Vierte jeweils für sich entscheiden. Gegen die Türkei und Belgien gewann die französische Star-Auswahl jeweils mit 1:0. Am Freitag steht gegen Italien das dritte Spiel in der Gruppenphase der Nations League bevor.

