Werder Bremen hat unter Daniel Thioune einen ordentlichen Saisonstart hingelegt. Der Vertrag des Trainers könnte sich verlängern, sollten die Grün-Weißen weiter erfolgreich sein.
Nach Bild-Informationen beinhaltet das Arbeitspapier des Coaches eine Klausel, die den 2027 auslaufenden Vertrag automatisch um eine weitere Saison verlängert. Die Option ist an sportliche Parameter geknüpft, welche Vorgaben genau erfüllt werden müssen, ist jedoch nicht bekannt.
Nach vier Spieltagen liegt Werder Bremen in der Bundesliga mit sieben Punkten auf einem starken achten Rang. Nur am ersten Spieltag ging die Mannschaft von Daniel Thioune gegen RB Leipzig als Verlierer vom Platz. Am Freitag wartet mit der Auswärtspartie in Dortmund aber ein echter Härtetest auf den Traditionsverein.
Werder-Test geht komplett schief: Thioune erwartet Reaktion nach 0:7
Thioune hatte das Traineramt bei den Grün-Weißen im Februar übernommen, nachdem Horst Steffen vor die Tür gesetzt wurde. Als 15. führte er die Bremer zum Klassenerhalt, der große Umschwung blieb jedoch zunächst aus. Nach dem starken Saisonstart wird die Arbeit des ehemaligen Düsseldorf-Trainers aber mehr denn je geschätzt.
Zuletzt musste der 52-Jährige mit seiner Mannschaft jedoch hart ins Gericht gehen. Beim Testspiel gegen Twente Enschede kam der Bundesligist mit 0:7 unter die Räder. „Ich musste mich kurz sortieren, bevor ich noch eine komplette Kabine auseinanderschraube. Ich habe überhaupt kein Verständnis und auch keine Akzeptanz für den Auftritt. So etwas kann ich nicht akzeptieren, gerade was die Haltung betrifft. Das war gar nichts heute, in allen Bereichen“, schimpfte Thioune nach dem völlig missratenen Testspiel und strich kurzerhand den trainingsfreien Samstag.
Dass einige Nationalspieler fehlten, ließ er nicht als Ausrede gelten: „Wir hatten in der ersten Hälfte elf Spieler in der Startelf, die den Anspruch haben, Bundesliga zu spielen, das aber in keiner Weise hinterlegt haben.“

In der Trainingswoche und im Duell mit dem BVB erwarte er nun eine Reaktion seiner Elf, forderte der Trainer: „Es gab zuletzt zurecht viel Lob und jetzt gibt es viel Prügel. Das haben wir mehr als verdient. Wir werden es aufarbeiten, um in Dortmund nicht wieder so ein Bild abzugeben.“

