Am Montag spielte Italien zuhause gegen die Türkei und wollte in diesem Spiel in der Nations League einen Sieg einfahren. Bei der türkischen Mannschaft brodelte es vor dem Spiel schon, denn bisher war die Bilanz unter Trainer Vincenzo Montella in diesem Wettbewerb eine Katastrophe.
Für den Coach ging es hier auch schon um seine Zukunft. Zumindest eine Niederlage sollte auf jeden Fall vermieden werden, weil die bisherigen Ergebnisse alles andere als gut waren. Und auch die Leistungen ließen zuweilen zu wünschen übrig, insbesondere in der Defensive gab es immer wieder Unzulänglichkeiten.
Das sollte sich heute ändern. Bei der Aufstellung veränderte sich das ein oder andere, Montella wollte einen neuen Ansatz wählen.
Vierte Pleite im vierten Spiel für die Türkei
Von Beginn an war es ein ausgeglichenes Spiel, einen ersten Schuss aus der zweiten Reihe gab Ozan Kabak für die türkische Mannschaft ab. Hier musste Gianluigi Donnarumma ran, parlierte aber. Es war nach rund 15 Minuten eine ersten sehr gute Phase der türkischen Auswahl. Einen Akgün-Kopfball parierte Donnarumma ebenfalls.
Gianluca Scamacca sorgte für das erste Highlight auf Seiten der Italiener, doch sein Tor wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt, da waren 22 Minuten gespielt. Nur drei Minuten später traf er dann aber aus dem Gewühl im Strafraum, setzte den Ball per Dropkick unter die Latte.
Nach der Führung konzentrierte sich Italien mehr und mehr auf das Umschalten, ließ allerdings auch eher wenig zu. Deswegen gingen beide mit dem 0:0 in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie dann an Fahrt auf. Einen Donnarumma-Fehler konnte die Türkei nicht nutzen, nach 55 Minuten wurde dann ordentlich gewechselt. Die Türkei kam nur kurz danach zum Ausgleich, nach einer Celik-Hereingabe wurde der Ball noch verlängert und Aral Simsir schob am zweiten Pfosten nur noch ein.
Das Tor gab der Türkei aber weiterhin nicht allzu viel Schwung. Riccardo Calafiori köpfte nach einem Barella-Freistoß hervorragend in die lange Ecke und schaffte es, die Führung wiederherzustellen.
Die Italiener waren keinesfalls drückend überlegen, die Türkei hatte auch noch eine sehr gute Özcan-Chance, aber es fehlte die Klarheit im Spiel der Gäste. Pio Esposito erzielte kurz vor dem Ende sogar noch das 3:1 für die Italiener, wenig später wäre beinahe noch das vierte Tor gefallen. Das 3:1 war auch der Endstand.

