Spieler bei WM nicht spielberechtigt? Infantino droht neuer Skandal

Foto: Getty Images

Gianni Infantino und die FIFA kommen weiterhin nicht zur Ruhe. Es ist durchaus interessant, wie sehr sich der Präsident des Weltverbands selbst geschadet hat. Und nun könnte schon der nächste Skandal auf ihn zukommen. 

Doch worum geht es? Gianni Infantino ist in eine neue Kontroverse verwickelt worden, da die Demokratische Republik Kongo an der Weltmeisterschaft teilnehmen durfte, obwohl FIFA-Funktionäre festgestellt hatten, dass ihr Torhüter in den Qualifikationsspielen eingesetzt worden war, obwohl er nicht spielberechtigt war.

Der jüngste Streit trifft den FIFA-Präsidenten besonders persönlich, da sein Verbündeter und enger Freund aus Studienzeiten, Veron Mosengo-Omba, zum Zeitpunkt der Überprüfung der Spielberechtigung gerade seine erfolgreiche Kandidatur für das Amt des Präsidenten des kongolesischen Fußballverbands vorbereitete.

Kongo-Torhüter nicht spielberichtigt: Es droht mehr Ärger

Die Rechtsabteilung der FIFA stellte fest, dass die DR Kongo die erforderlichen Unterlagen nie vollständig eingereicht hatte, um dem Torhüter Lionel Mpasi einen Verbandsswechsel zu ermöglichen, nachdem er für französische Jugendnationalmannschaften gespielt hatte, wie mehrere Medien berichten.

Doch trotz einer Beschwerde aus Nigeria, das die Qualifikation verpasst hatte, entschied sich die FIFA gegen jegliche Maßnahmen, und Mpasi glänzte anschließend für seine Mannschaft bei der Weltmeisterschaft gegen England. Die DR Kongo ging in der Partie des Achtelfinals früh in Führung und hielt die Mannschaft von Thomas Tuchel über weite Strecken des Spiels in Schach, bevor zwei späte Tore von Harry Kane den 2:1-Sieg sicherten.

Lionel Mpasi
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In früheren Fällen zur Spielberechtigung ist die FIFA deutlich strenger vorgegangen. Im Jahr 2016 verhängte sie gegen Griechenland in einem Spiel gegen die Türkei eine 0:3-Niederlage. Und das, nachdem sie entschieden hatte, dass Griechenland einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt hatte. Dieser hatte zuvor auf Jugendebene für Australien gespielt. Auch bei Bolivien wurden zwei Ergebnisse der WM-Qualifikation 2018 geändert, nachdem die FIFA entschieden hatte, dass das Land einen Spieler eingesetzt hatte, der zuvor für Paraguay gespielt hatte.

Dieses Nicht-Eingreifen sorgt nun also für die nächste Kontroverse rund um Infantino. Es kehrt keine Ruhe ein. Und so dürfte es mit seiner Wiederwahl auch immer schwerer werden.

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