Bei Krösche-Abgang: Das ist Frankfurts Bosse-Plan

Fußball DFB Pokal - SC St. Tönis - Eintracht Frankfurt am 21.08.2026 im Grotenburg Stadion in Krefeld Sportvorstand Markus Krösche / Kroesche / Krosche Frankfurt und Axel Hellmann Frankfurt nachdenklich *** Soccer: DFB Cup, SC St. Tönis vs. Eintracht Frankfurt on August 21, 2026, at Grotenburg Stadium in Krefeld Sports Director Markus Krösche Kroesche, Krosche of Frankfurt and Axel Hellmann of Frankfurt look pensive MH

Bei Markus Krösche stehen die Zeichen auf Abschied. Sollte der langjährige Sportvorstand die Eintracht verlassen, wird es zwangsläufig zu hierarchischen Änderungen in der Boss-Etage der Adler kommen. Schon jetzt zeichnen sich neue Machtverhältnisse ab.

Dass Markus Krösche (46) und Eintracht Frankfurt getrennte Wege gehen werden, gilt in der Fußballwelt fast schon als offenes Geheimnis. Nach Informationen von Sport Bild wird der langjährige Sportvorstand seinen bis 2028 datierten Vertrag in der Mainmetropole nicht bis zum Ende erfüllen.

Nach Krösche: Neues „Machtdreieck“ bei der Eintracht?

Sein wahrscheinlicher Weggang würde die Position von Axel Hellmann (55) noch weiter stärken. Der Vorstandssprecher soll intern einen großen Rückhalt genießen und nach Sport-Bild-Infos zum Vorstandsvorsitzenden der Eintracht befördert werden, sobald Krösche weg ist. Dessen Nachfolger zu suchen und zu finden, wird dann die Aufgabe von Hellmann sein – unter anderem gilt Joti Chatzialexiou (50) aktuell Sportdirektor beim 1. FC Nürnberg, als Kandidat für das schwere Krösche-Erbe.

Axel Hellmann
Foto: IMAGO

Hellmann soll aber nicht der einzige starke Mann bei der Eintracht sein – vielmehr ist von einem „Machtdreieck“ die Rede. So soll Mathias Beck (55), Präsident des e. V., auch in Zukunft Aufsichtsratsvorsitzender bei der SGE bleiben. Jüngere Erfolge wie eine positive Sportstätten-Entwicklung und ein Leichtathletik-Boom im Verein geben Beck in seiner aktuellen Rolle wohl Aufwind. Sein Ziel ist die Wiederwahl zum Präsidenten des e. V. – mit 95 Prozent der Stimmen.

Dabei kann Beck wohl auf die Stimmen der Ultras bauen, die im Verein ein großes Mitspracherecht haben. Und das nicht zuletzt auch deshalb, weil der Vizepräsident selbst einer von ihnen ist: Benjamin von Loefen (39). Der Manager einer großen Fitness-Kette soll künftig zudem den wichtigen Posten des Schatzmeisters bei der Eintracht übernehmen – und das, obwohl er nicht als Finanzexperte gilt. Darüber hinaus winkt von Loefen ein Platz im AG-Aufsichtsrat. Die Folge wären fünfstellige Summen im Jahr und noch mehr Macht für die Ultras im Klub.

Diesen Artikel teilen