Der BVB hatte es am Freitagabend im ersten Bundesligaspiel nach der XXL-Länderspielphase im heimischen Signal Iduna Park mit Werder Bremen zu tun.
Die Schwarzgelben gingen als klarer Favorit in dieses Spiel und wollten dieser Rolle auch gerecht werden. Die Tabellenführung, so der klare Plan der Dortmunder, sollte ausgebaut werden.
Dabei konnte der BVB auf Nico Schlotterbeck zurückgreifen, der sich während der Länderspiele verletzt hatte. Ein Einsatz von ihm stand vorab auf der Kippe.
BVB kommt nicht durch: Werder mit guter ersten Halbzeit
Die Hausherren begannen gleich agil, Marcel Sabitzer hatte die erste Chance nach einer Minute. Sein Schuss ging aber klar am Tor vorbei. Werder setzte nach sechs Minuten mal einen Nadelstich, direkt danach blieb Amos Pieper auf dem Rasen sitzen, nachdem er im Zweikampf mit Serhou Guirassy getroffen wurde. Er konnte aber weitermachen.
Bremen stand tief, Dortmund hatte nur wenig Raum, um seine eigenen Angriffe im letzten Drittel entsprechend zu Ende zu spielen. In der 18. Minute hatte Niclas Füllkrug dann einen ersten Abschluss per Kopf, wäre aber auch im Abseits gewesen. Danach musste Pieper dann aber doch raus.

In der Folge tat sich erst einmal herzlich wenig. Dortmund verteidigte die Konter gut und Bremen stand weiterhin sehr, sehr ordentlich. Im Anschluss an einen Eckball hatte Werder nach 35 Minuten mal eine Möglichkeit, aber die BVB-Hintermannschaft konnte blocken. Wenig später schoss Ludovit Reis knapp vorbei. Auf der Gegenseite gab es einen Sabitzer-Freistoß, der das Tor nicht weit verfehlte.
Jetzt machte der BVB erstmals ein wenig Druck. Maxi Beier hatte einen guten Abschluss, doch Karl Hein parierte sehr gut. Danach war dann auch Pause.
Werder-Wahnsinn am Ende!
Direkt nach dem Seitenwechsel hatten die Dortmunder gleich zwei Schüsse aus der Distanz in petto. Erst war es Schlotterbeck, dann Ethan Nwaneri. Beide Male konnte Hein aber parieren. Jetzt war es ein sehr unterhaltsames Spiel. Beiers Schuss wurde geblockt, Nwaneri schoss knapp vorbei. Und ein Werder-Konter sorgte für einen Füllkrug-Abschluss, den Gregor Kobel halten konnte.
Hein erwischte einen guten Tag, er konnte gegen Nwaneri nach einer Stunde erneut stark parieren. Die zweite Halbzeit der Dortmunder war deutlich druckvoller und besser als die erste. Auch Sabitzer scheiterte an Hein, vorher wurde ein Kopfball von der Linie gekratzt.
Werder konnte die Druckphase aber überstehen. Und danach wurde das Spiel wieder ausgeglichener. In der 81. Minute konnte der BVB dann aber doch jubeln. Daniel Svensson erzielte das 1:0, nachdem Fabio Silva den Ball nach Guirassy-Pass nicht richtig traf. Dadurch kam die Kugel genau in den Lauf von Svensson, der Hein überwinden konnte.
Wenig später traf Schlotterbeck nach einem Eckball dann zum 2:0, was eigentlich auch die Entscheidung war. Doch die 2-Tore-Führung hielt nur eine Minute, ehe Reis den Ball perfekt in die Ecke setzte – 2:1. Und jetzt schwamm der BVB noch einmal. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld kam Füllkrug auf einmal frei zum Kopfball und schockte den BVB mit dem Ausgleich. Danach war die Partie offen, ganz am Ende bekam der BVB noch einen Eckball, doch es reichte nicht, das Spiel endete 2:2.

