Leonard Prescott vom FC Bayern hat offenbar zahlreiche Optionen für seine Zukunft. Erst 2027 läuft das Arbeitspapier des 17-jährigen Torhüters aus. Um ihn werben Klubs aus dem In- und Ausland und zusätzlich der US-Verband.
Laut transfermarkt.de zeigen der FC Chelsea und Juventus Interesse an dem 1,98 Meter großen Keeper. Auch mehrere Vereine aus der Bundesliga sollen sich mit ihm beschäftigen. Chelsea und Juventus hatten sich demnach schon im Frühjahr mit Prescott befasst.
Der FC Bayern würde sein Eigengewächs gern langfristig halten, die Verhandlungen über einen neuen Vertrag laufen bereits. Zuletzt war allerdings von schwierigen Gesprächen die Rede. Findet man bis zum Sommer nicht zueinander, könnte der Klub einen vorzeitigen Verkauf erwägen müssen, damit Prescott später nicht ohne Ablöse geht.
Urbig als künftige Nummer eins eingeplant
Das grundlegende Problem liegt in der sportlichen Perspektive. Jonas Urbig ist als langfristiger Stammtorhüter vorgesehen, Trainer Vincent Kompany bereitet den 23-Jährigen schon jetzt gezielt auf diese Aufgabe vor. Urbig soll das Tor übernehmen, sobald die Ära von Manuel Neuer endet.

Für Prescott könnte ein Stammplatz in München deshalb auf Jahre außer Reichweite bleiben. Regelmäßige Einsätze dürfte ihm der Klub kaum zusichern können. Genau diese Spielzeit gilt jedoch als wichtig für seine weitere Entwicklung.
US-Verband stellt große Rolle in Aussicht
Hinzu kommt offenbar ein Faktor auf Verbandsebene. Prescott kam in New York zur Welt und könnte wegen seiner deutsch-amerikanischen Herkunft künftig auch für die USA auflaufen. Laut transfermarkt.de haben ihm die Verantwortlichen dort bereits einen konkreten Weg skizziert.
Demnach könnte der Torhüter bei passender Entwicklung vor der Weltmeisterschaft 2030 als Kandidat für die Nummer eins aufgebaut werden. Um sich international zu etablieren, bräuchte er allerdings möglichst früh kontinuierliche Einsätze im Profibereich.
Der FC Bayern hofft weiterhin auf eine Verlängerung mit Prescott. Den Ausschlag dürfte weniger die finanzielle Seite geben als die Frage, welchen sportlichen Weg der Klub ihm für die nächsten Jahre aufzeigen kann. Eine Entscheidung ist bislang nicht gefallen.


