Gegentor nach acht Sekunden: Bayern-Vorstand Eberl rügt Neuer

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Nach dem 2:2 beim FC Augsburg hat Max Eberl Torhüter Manuel Neuer öffentlich kritisiert. Der Sportvorstand des FC Bayern sah den Keeper beim frühen Gegentreffer klar in der Verantwortung. Für die Münchner war es das zweite Unentschieden in der laufenden Bundesligasaison.

Eberl fand nach dem Abpfiff am Samstag deutliche Worte über seinen Schlussmann. „Das erste Gegentor ist ein klarer Fehler von ihm“, sagte er im Gespräch mit Sky. Neuer hätte die Situation seiner Ansicht nach anders lösen müssen, die Szene gehe auf seine Kappe.

Auch beim zweiten Treffer der Augsburger nahm Eberl seinen Torhüter nicht aus der Kritik heraus, verteilte die Verantwortung aber auf mehrere Spieler. „Beim zweiten Gegentor hängen da ein paar Spieler mehr drin, Manu aber auch“, erklärte der Sportvorstand. Neuer wirkte in dieser Situation ebenfalls unsicher, einen so eindeutigen Patzer wie zu Beginn beging er dort allerdings nicht.

Fellhauer trifft nach acht Sekunden

Die entscheidende Szene ereignete sich direkt nach dem Anstoß. Neuer verarbeitete einen Rückpass unsauber und chippte den Ball anschließend genau auf Robin Fellhauer, der frei vor dem Tor auftauchte und eiskalt vollendete. Nach acht Sekunden stand es 1:0 für Augsburg, schneller fiel in der Bundesliga noch nie ein Treffer.

Max Eberl
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Eberl deutete in seiner Kritik an der frühen Aktion an, dass dem Torhüter womöglich die nötige Konzentration gefehlt haben könnte. Gleichzeitig zollte der Sportvorstand den Gastgebern Anerkennung für ihren Auftritt. „Großen Respekt vor dem FC Augsburg, keine Frage. Sie haben das gut gemacht“, sagte er.

Debatte um die Torhüterposition

Zu Beginn der Saison hatte der langjährige Nationaltorhüter überwiegend stabil gewirkt. Mit den beiden Gegentoren in Augsburg dürfte die Diskussion über die Besetzung der Torhüterposition beim FC Bayern jedoch neue Nahrung erhalten. Denkbar ist, dass Jonas Urbig unter der Woche bei Viking Stavanger in der Champions League von Beginn an aufläuft.

Urbig hatte zuletzt in zwei Partien für die deutsche Nationalmannschaft ohne Gegentreffer überzeugt. Wer in Stavanger tatsächlich zwischen den Pfosten stehen wird, hat der Klub bislang nicht mitgeteilt.

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