Steven Gerrard hat erklärt, Manchester City solle nach dem Betrugsskandal „so leiden, wie sie alle anderen leiden ließen“. Gerrard, der seine Karriere ohne Premier-League-Titel beendete, nachdem City Liverpool 2014 den Meistertitel wegschnappte, sagte, neben jedem Pokal, den der Verein von Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan unter der Eigentümerschaft des Vizepräsidenten von Abu Dhabi gewonnen habe, solle ein Sternchen stehen.
Die Anfield-Ikone forderte zudem einen „mehrjährigen“ Punktabzug und ein Transferverbot für City, nachdem der Verein wegen mehr als 100 Verstößen gegen die Premier-League-Regeln zwischen 2009 und 2018 für schuldig befunden wurde.
Gerrard erklärte, ein Abstieg in die Championship sei gegenüber den Vereinen der English Football League unfair, da eine City-Mannschaft, die am Sonntag das mit zehn Mann antretende Liverpool mit 3:0 besiegte, in die Premier League „zurückkehren“ und damit einem anderen Verein den Aufstieg verwehren würde.
Gerrard mit klarer Ansage in Richtung Manchester City
In einem Interview mit „The Overlap Daily“ sagte Gerrard: „Was meine persönliche Einstellung angeht, könnte ich davon möglicherweise betroffen sein, wenn man so will. Ich würde nicht wollen, dass einzelne Spieler ihre Auszeichnungen zurückgeben – das wäre nicht richtig. Aber dem Verein müssen die Titel aberkannt werden.“

Und weiter: „Es muss ein historisches Exempel statuiert werden, sei es durch ein Sternchen (*) hinter all den Jahren und ihren Erfolgen – es muss mindestens ein Sternchen geben. Denn dann spielt es keine Rolle, ob die Titel aberkannt werden oder nicht. Sobald dieser Stern da ist, weiß jeder, dass das passiert ist – wegen dem, was wir alle wissen, was passiert ist. Es muss eine Strafe für die Zukunft geben. Mehrjährige Strafen, das wäre meine Meinung. Ich sage nicht, dass das die richtige Meinung ist, aber so empfinde ich es, wenn ich hier sitze.“


