Schwacher Saisonstart: Matthäus kritisiert Gladbacher Vereinsführung

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Borussia Mönchengladbach erlebt im Moment einen äußerst schwierigen Start in die neue Bundesliga-Saison. Nach den ersten fünf Spieltagen warten die Fohlen noch immer auf ihren ersten Punktgewinn.

Bisher gab es ausschließlich Niederlagen für die Elf vom Niederrhein, was in der Tabelle den letzten Platz bedeutet. Zuletzt musste man sich auch im Rheinderby gegen den Erzrivalen 1. FC Köln mit 1:2 geschlagen geben. Nach diesen enttäuschenden Auftritten steht die Borussia jetzt unter Druck, den Negativtrend schnellstmöglich zu stoppen.

Dazu hat die Vereinsführung bereits vor mehreren Wochen eine erste Reißleine gezogen und Eugen Polanski aus dem Cheftraineramt entlassen. Zur zurückliegenden Länderspielpause kam deshalb Alexander Blessin als Nachfolger des 40-jährigen Polen an den Niederrhein, der die erhoffte Wende bislang allerdings auch noch nicht einleiten konnte. Jüngst hat sich deshalb auch Lothar Matthäus kritisch zur Situation bei der Borussia geäußert. Der Weltmeister von 1990 richtet seinen Blick dabei nicht unbedingt auf die Mannschaft und den neuen Trainer, sondern nimmt insbesondere die Verantwortlichen des Klubs in die Pflicht!

Matthäus über 1:2 im Derby: „Mache die Niederlage nicht am Trainer fest“

Lothar Matthäus führt den schwachen Saisonstart von Borussia Mönchengladbach auf das zögerliche Verhalten der Führungsetage des Vereins zurück. Das geht aus seiner Kolumne hervor, die er für Sky schreibt. Darin betont der 65-Jährige: „An Blessins Vorgänger hatte der Klub zu lange festgehalten. Auch wenn Eugen Polanski aus dem eigenen Fohlenstall kam: Wenn die Ergebnisse nicht stimmen, muss ich als Verein auch mal eine unbequeme Entscheidung treffen.“ Er präzisiert: „Gladbachs Klubführung war aber in den letzten Jahren häufig zu zögerlich und hat gerade bei Entscheidungen auf der Trainerposition zu spät gehandelt.“

Borussia Mönchengladbach
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Auch die Neubesetzung des Trainerpostens erschließt sich Matthäus nicht wirklich: „Die Borussia hat in Alexander Blessin einen neuen Trainer verpflichtet, der für Defensivdenken steht. Gladbach stand aber eigentlich immer für offensiven Fußball. Auch in Köln hat man gesehen, dass sie stärker sind, wenn sie agieren und nicht reagieren.“ Am vergangenen Wochenende unterlag Gladbach dem 1. FC Köln im Rheinderby mit 1:2. Gleichzeitig schreibt der Weltmeister von 1990 aber: „Ich mache die Niederlage nicht am Trainer fest. Er hatte keine Saisonvorbereitung mit der Mannschaft, ist erst seit zwei Wochen da und in der Länderspielpause waren einige Spieler abgestellt.“

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„Aber wenn es nach drei Spielen noch immer so aussieht wie aktuell, hat er seinen Welpenschutz verloren“, so Matthäus im Hinblick auf Alexander Blessin als Trainer von Borussia Mönchengladbach weiter. Am nächsten Wochenende ist die Mannschaft des 53-jährigen Übungsleiters zuhause gegen die TSG 1899 Hoffenheim gefordert. Auch für das Team aus dem Kraichgau verlief der Start in die neue Bundesliga-Saison alles andere als reibungslos: Hoffenheim konnte bisher erst drei Punkte einfahren und belegt nach den ersten fünf Spieltagen somit den vorletzten Tabellenrang. Das Duell der beiden Kellerkinder findet am kommenden Sonntag um 17:30 Uhr statt.

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