Bei Bayer Leverkusen steht die Zukunft von Malik Tillman auf dem Prüfstand. Der 24 Jahre alte Spielmacher findet bei der Werkself auch in seiner zweiten Saison nicht seinen Platz. Ein Wechsel im Winter ist nicht ausgeschlossen, entscheidend sind die Wochen bis zur Länderspielpause Mitte November.
Nach Informationen der Sport Bild hatte Tillman bereits in der Vorbereitung fehlende Rückendeckung im Klub beklagt. Ende August einigten sich Spieler und Verein auf einen Neuanfang, ein Angebot von Brighton lehnten beide Seiten gemeinsam ab. Bis zur nächsten Länderspielpause stehen acht Spiele in Bundesliga, Europa League und DFB-Pokal an. Bleibt der Durchbruch aus, dürfte ein Abgang im Winter zum Thema werden.
Aleix Garcias Spielstil bremst Tillman aus
Leverkusen hatte Tillman 2025 als Nachfolger von Florian Wirtz für 35 Millionen Euro von der PSV Eindhoven geholt und bis 2030 gebunden. In seiner letzten Saison in den Niederlanden war er auf 16 Tore und fünf Vorlagen in 34 Pflichtspielen gekommen.
In Leverkusen fehlt ihm dagegen der Raum, in dem er gefährlich wird. Aleix Garcia lenkt das Spiel aus dem defensiven Mittelfeld vor allem mit langen Diagonalbällen, die Tillmans Zone zwischen den Linien überspringen. Hinzu kommt die Verunsicherung. Nach ersten Fehlern geht ein Raunen durch das Stadion, Tillman ist oft der erste Mittelfeldspieler, der ausgewechselt wird oder auf der Bank sitzt. Beim 4:3 in Mainz blieb er lange draußen.

In der US-Nationalmannschaft ist er dagegen als Taktgeber gesetzt. Während der Länderspielpause schickten ihm Sportchef Simon Rolfes, Geschäftsführer Fernando Carro und Trainer Carles Martinez zahlreiche Nachrichten. „Malik muss den Schwung und das Selbstvertrauen aus der Nationalmannschaft mitnehmen“, sagte Rolfes.
Die nächste Gelegenheit bietet sich am Donnerstag in der Europa League bei Lech Posen, am Sonntag folgt das Heimspiel gegen den SC Freiburg. Interessenten gäbe es vor allem in England.

