Während Borussia Dortmund Punkte liegen lässt, feiert Werder Bremen sein Stadionjubiläum – und Niclas Füllkrug! Zu drei Punkten reichte es aber nicht für die Grün-Weißen. Der norddeutscher Rivale aus Hamburg feiert derweil erneut Miro Muheim. Der Bundesliga-Nachmittag im Roundup.
Fünf Bundesliga-Partien standen am Samstagnachmittag auf dem Programm. Dabei waren auch die großen Rivalen aus dem Ruhrpott im Einsatz: Während Schalke 04 den 1. FSV Mainz 05 empfing, gastierte Borussia Dortmund bei Union Berlin. Zu einem traditionsreichen Duell kam es im Norden, wo der Hamburger SV den VfB Stuttgart empfing. Außerdem spielte Werder Bremen gegen den SC Paderborn, während der andere Aufsteiger aus Elversberg an der heimischen Kaiserlinde den FC Augsburg empfing.
Schalke mit Heimpleite – Torreigen in Elversberg
An der Alten Försterei gaben sich Union Berlin und Borussia Dortmund einen zähen Bundesliga-Kick. Sinnbildlich dafür: Erst kurz vor der Pause gab der BVB den allerersten Schuss aufs Tor der gesamten Partie ab. Nach der Pause erhöhte der Champions-League-Teilnehmer zwar die Gangart, ernsthaft in Bedrängnis kamen die Eisernen aber selten, sodass am Ende ein den Ereignissen angemessenes 0:0 stand.
Die Schalker wollten gegen Mainz ihren ersten Heimsieg feiern und hatten bereits nach wenigen Sekunden die Chance, in Führung zu gehen. Stattdessen trafen die 05er nach 24 Minuten in Persona Philipp Tietz und hatten in der Folge auch noch weitere Gelegenheiten, die in erster Linie durch einen gut aufgelegten Loris Karius vereitelt wurden. Schalke brauchte lange, um auch offensiv wieder in Erscheinung zu treten – erst in der Schlussphase gestaltete die Hausherren eine ausgeglichene und offene Partie. Weil die Königsblauen aber nicht zwingend genug wurden, blieb es am Ende beim knappen 1:0 für Mainz 05.
Der Hamburger SV wollte nach dem Befreiungsschlag in Hoffenheim auch dem VfB Stuttgart den Zahn ziehen. Doch die Gäste aus Schwaben waren zunächst die dominante Mannschaft und erspielten sich einige Chancen, darunter einen Pfostentreffer durch Deniz Undav. Erst vor der Pause rückten die Hanseaten etwas von ihrer defensiven Gangart ab und schnupperten am gegnerischen Strafraum. Im zweiten Durchgang begegneten sich beide Mannschaften in punkto Torchancen auf Augenhöhe. Der Lucky Punch gelang Miro Muheim – wie schon beim jüngsten 3:2 in Hoffenheim: Nach einem Konter nahm der Schweizer Nationalspieler Maß und traf sehenswert aus der Distanz zum 1:0-Siegtreffer (88.).
Werder Bremen wollte das 100-jährige Jubiläum seines Weserstadions mit einem Sieg gegen den SC Paderborn krönen und damit die gute Form bestätigen. Allerdings war es der Aufsteiger, der durch einen Kustschuss von Stefano Marino nach 18 Minuten in Führung ging. Sturmpartner Steffen Tigges erhöhte wenig später nach Ecke auf 2:0 (30.), während die Bremer einige Hochkaräter ließen ließen und so mit einer Mammutaufgabe in die Halbzeit gingen. Doch dieser nahmen sie sich an, allen voran Niclas Füllkrug: Erst traf der Rückkehrer per Direktabnahme zum Anschluss (59.), dann einige Minuten später per Handelfmeter zum Ausgleich (66.). In der Schlussphase bot sich dem Ex-Nationalspieler sogar noch die Chance auf den Hattrick. Weil Werder zwar auf den Siegtreffer drückte, diesen aber liegen ließ, blieb es am Ende beim 2:2.

Einen Torreigen bekamen auch die Zuschauer an der Kaiserlinde geboten. Die SV Elversberg wollte ihren starken Saisonstart zu Hause gegen Augsburg bestätigen und startete direkt mit einem Doppelschlag in die Partie. Bereits nach vier Minuten ging der Aufsteiger infolge eines Handspiel der Gäste vom Punkt in Führung, wobei Lukas Petkov bei seinem schwach platzierten Elfer den Nachschuss brauchte. Lasse Günther erhöhte drei Minuten später nach starkem Umschaltspiel auf 2:0. Die Augsburger wirkten defensiv unsortiert, Maximilian Rohr bestrafte das per Kopf mit dem dritten Elversberger Treffer (28.). Nach einem Handspiel im Elversberger Strafraum und langem VAR-Check verkürzte Fabian Rieder vor der Pause vom Punkt auf 1:3 (45.+9).
Im zweiten Durchgang wurde es nicht weniger spektakulär. Zunächst brachte Michael Gregoritsch die Fuggerstädter vom Punkt wieder an (76.). Völlig irre wurde es dann in der Schlussphase: Nachdem Elversberg ein Tor und Augsburg ein Elfmeter verwehrt wurde, darf Frederik Schmahl zum 4:2 (89.). Mert Kömür antwortete unmittelbar mit dem 3:4 (90.). In den Tiefen der Nachspielzeit schoss Noel Futkeu den vierten Elfmeter des Spiels an den Querbalken, sodass es am Ende beim 4:3 blieb.
Bundesliga: Die Spiele vom Samstagnachmittag
Union Berlin – Borussia Dortmund 0:0
Tore: Fehlanzeige
FC Schalke 04 – 1. FSV Mainz 05 0:1 (0:1)
Tore: 0:1 Tietz (24.)
Hamburger SV – VfB Stuttgart 1:0 (0:0)
Tore: 1:0 Muheim
SV Elversberg – FC Augsburg 4:3 (3:1)
Tore: 1:0 Petkov (4., Handelfmeter), 2:0 La. Günther (7.), 3:0 Rohr (28.), 3:1 Rieder (45.+9, Handelfmeter), 3:2 Gregoritsch (76., Foulelfmeter), 4:2 Schmahl (89.), 4:3 Kömür (90.)
SV Werder Bremen – SC Paderborn 07 2:2 (0:2)
Tore: 0:1 Marino (18.), 0:2 Tigges (30.), 1:2 Füllkrug (59.), 2:2 Füllkrug (66., Handelfmeter)

