Max Eberl hat die jüngsten Auftritte des FC Bayern deutlich kritisiert. Nach zwei Unentschieden in Folge vermisst der Sportvorstand Konzentration und Absicherung. Wen genau er damit meint, ist offen.
Anlass waren die Remis gegen den FC Augsburg (2:2) und bei Viking Stavanger (3:3). Der 52-Jährige sieht die Mannschaft derzeit unter ihren Möglichkeiten. „Das ist nicht das Niveau von unserer Mannschaft“, sagte Eberl, der den Profis allerdings keinen mangelnden Einsatz vorwarf.
Stattdessen stört ihn, dass sich das Team mit individuellen Patzern selbst in Bedrängnis bringt. „Kann immer passieren, aber momentan passiert es uns halt zu viel“, sagte er mit Blick auf die Gegentreffer. Häufen sich solche Szenen, lasse sich das laut Eberl irgendwann nicht mehr allein mit Pech erklären, auch die Konzentration spiele dann eine Rolle.
Auch das Verhalten bei eigenen Angriffen missfällt dem Sportvorstand. Seiner Ansicht nach sollten sich in solchen Momenten nicht alle Spieler nach vorne orientieren. Einige müssten nach Eberls Worten darauf achten, „dass wir keinen Konter fressen“.
Reif erkennt wiederkehrende Schwächen
Ähnlich kritisch äußerte sich Marcel Reif. In der Sendung Reif ist live warnte der Experte davor, die Fehler einzeln zu bewerten. Passierten sie mehrfach und bei unterschiedlichen Spielern, „dann wird’s auch ein Muster“, sagte Reif.

Der Experte verwies auf wechselnde Probleme in den vergangenen Partien. Gegen Schalke habe es der Offensive an Wucht gefehlt, in Augsburg sei die Abwehr verwundbar gewesen. In Stavanger habe Bayern vor der Pause vorne wenig zustande gebracht, die Defensive bezeichnete Reif mit Blick auf die Gegentore als „haarsträubend“.
Aufmerksamkeit erregte unter anderem ein früher Fehler von Manuel Neuer in Augsburg. Mit einer Pause für einen einzelnen Spieler lassen sich die Probleme demnach jedoch nicht lösen. Gefordert ist vielmehr ein stabileres und konzentrierteres Auftreten der gesamten Mannschaft. Welche Spieler Eberl mit seiner Kritik konkret im Blick hatte, geht aus seinen Aussagen nicht hervor.

