Der BVB bekam es am Dienstag in der UEFA Champions League mit Sabah zu tun, einem Team aus Aserbaidschan, das seine Heimspiele in Baku austrägt.
Für die Dortmunder war es wieder ein Spiel mit großen Reisestrapazen, nachdem man letzte Woche in Norwegen bei Bodö/Glimt mit 0:1 verlor. Jetzt sollte eine Reaktion her, zumal auch in der Bundesliga zweimal nicht gewonnen wurde.
Natürlich waren die Schwarzgelben Favorit, wollten aber auch eine entsprechende Leistung zeigen, die zu dieser Rollenverteilung passt.
BVB tut sich schwer, Guirassy knipst
Die Dortmunder begannen dominant und hatten schon in der fünften Minute durch Fabio Silva die erste Chance. Er setzte sich gut durch, scheiterte aber aus kurzer Distanz, weil sein Abschluss zu unplatziert war (5.). Silva hatte eine Minute später schon den nächsten Schuss in petto, auch Serhou Guirassy versuchte sich früh.

Sabah war komplett überfordert, was man auch merkte. Nach zehn Minuten gelang Guirassy die Führung, als er einen Schuss, der nur nach vorne abgewehrt werden konnte, verwertete und einschob. Sabah setzte Nadelstiche und forderte die Abwehr der Schwarzgelben punktuell. Große Chancen gab es aber zunächst nicht.
Doch der Gastgeber wurde munterer und Dortmund brach ein, stellte die Offensive zunehmend ein. Sabah erwischte jetzt die BVB-Abwehr mitunter auch auf dem falschen Fuß. Erst traf Sabah aus einer Abseitsposition, wenig später zählte der Treffer aber. Aden McCarthy konnte Gregor Kobel überwinden, sein Kopfball war am Ende nicht mehr zu halten. Das 1:1 war der Pausenstand, weil Dortmund viel zu früh die Struktur verlor.
Nach dem Seitenwechsel wurde es ein wenig besser und stringenter. Eine herrliche Veerman-Flanke fand Guirassy, der den Ball aus der Luft nahm und verwandelte. Dortmund belohnte sich für eine kleine Steigerung und in der 54. Minute stand es dann 2:1. Auffällig war aber trotzdem, dass die Dortmunder kleine Probleme bekamen, sobald Sabah das Tempo erhöhte und aggressiver anlief.
In der 70. Minute kam Guirassy nicht mehr richtig zum Abschluss, nachdem er schön bedient wurde. Da war definitiv mehr für die Dortmunder drin. Auch in der Schlussphase war das Spiel offen, was dem BVB gar nicht passte. Es wurde zuweilen noch einmal hektisch, aber der BVB brachte das Ergebnis über die Bühne.


