Jonas Urbig genießt beim FC Bayern offenbar großes Vertrauen. Bei der Frage nach Manuel Neuers Nachfolger messen die Verantwortlichen den 23-Jährigen inzwischen auch an den besten Torhütern Europas.
Nach Informationen der Sport BILD halten die Bayern offenbar selbst unter Europas führenden Torhütern keinen Kandidaten für eine garantiert bessere Lösung als Urbig. Als Maßstab dienen demnach inzwischen die international besten Keeper. Der interne Vergleich geht damit über andere junge Torhüter und mögliche Bundesliga-Kandidaten hinaus.
Der Bericht verweist auch auf Urbigs Leistungen: Er präsentiere sich bereits sehr sicher und reagiere bei seinen Paraden schnell. Seine Quote bei abgewehrten Torschüssen liegt demnach bei 69 Prozent. Für Neuer nennt das Magazin einen Wert von 65 Prozent, bezogen auf den Zeitraum seit Sommer 2025.
Urbig soll sich mit weiteren Einsätzen vorbereiten
Auf Länderspielebene hat Urbig ebenfalls bereits Erfahrungen gesammelt: Seine beiden ersten Einsätze für Deutschland absolvierte er gegen Serbien beziehungsweise Griechenland, jeweils ohne einen Gegentreffer zu kassieren. Für den FC Bayern bestritt er bislang insgesamt 36 Pflichtpartien. Vier davon entfallen auf die aktuelle Saison, in der er weiter aufgebaut werden soll.
Die Verantwortlichen verfolgen dem Bericht zufolge das Ziel, Urbig im nächsten Sommer zum Nachfolger von Neuer zu machen. Schon während der laufenden Spielzeit wollen sie ihn gezielt auf diese Aufgabe vorbereiten. Dass der 23-Jährige die Position künftig übernehmen soll, ist demnach bereits jetzt ein konkreter Plan innerhalb des Klubs.

Dazu soll Urbig in dieser Saison häufiger zum Einsatz kommen und auch in bedeutenderen Partien das Tor hüten. Die Bayern wollen ihm damit weitere Gelegenheiten geben, Erfahrung zu sammeln und seine Eignung für die künftige Führungsrolle im Tor zu belegen. Als zeitlicher Bezugspunkt dient ein mögliches Karriereende Neuers.
In den zurückliegenden Monaten waren unterschiedliche Torhüter als Optionen für Neuers Nachfolge im Gespräch. Laut dem Bericht bevorzugen die Verantwortlichen jedoch, Urbigs Entwicklung weiter zu fördern, statt sich schon früh auf einen kostspieligen internationalen Spitzentorwart festzulegen. Urbig soll mit seinen Leistungen zeigen, dass der Verein die Nachfolge ohne einen solchen Transfer lösen kann.

