Immer wieder haben Experten in den letzten Jahren die Qualität der Bundesliga kritisiert. Es sei zu wenig Fokus auf technisch hochwertigen Ballbesitzfußball gelegt worden, hieß es mehrfach.
So sei es bedeutend schwieriger, eine sehr attraktive Liga zu kreieren, von der man dann auch bei der Auslandsvermarktung profitiert.
Markus Krösche, Sport-Boss bei Eintracht Frankfurt, hat sich nun zu Wort gemeldet und die Kritik noch einmal erneuert.
„Es ist schon so, dass sich der Fußball ein bisschen angepasst hat. Es wird sehr viel Mann gegen Mann gespielt, es wird sehr viel im tiefen Block verteidigt und dann auf Umschalten gesetzt. Das hat sich deutlich verändert. Man kann schon sagen, dass dadurch die Attraktivität der Spiele in der Bundesliga leidet“, zitiert ihn die BILD.
Krösche erklärt die Entwicklung
Das ließe sich laut Krösche auch an Beispielen festmachen. Dazu nimmt er eigene Erfahrungen Mit Eintracht Frankfurt her.
„Vor fünf Jahren hatten wir 30 Prozent Spiele, in denen wir mehr Ballbesitz hatten als der Gegner, und 70 Prozent waren Umschalten. Heute ist das halt umgedreht. Zu 70 Prozent spielen wir gegen Mannschaften, wo wir mehr den Ball haben, und dann müssen sich die Schwerpunkte und Anforderungen entsprechend verändern“, erklärte er.

Und: „Das wird am Ende jetzt genau dieser Spagat sein, dass wir diesen Weg finden, weil in der Bundesliga viele defensiv tiefer blocken und dann umschalten.“

