„Hinterhältig“ – Portugal-Legende Figo fordert Rücktritt von Infantino

Foto: IMAGO

Der Druck auf Gianni Infantino wird immer größer. Die Investorenpläne, die er beim Weltverband FIFA vorantreiben wollte, sind zwar gescheitert, dennoch steht er massiv in der Kritik, teilweise sogar beim eigenen Verband. 

Und mehr und mehr Ex-Profis oder hochrangige Funktionäre äußern nun Kritik, drängen Infantino zu Konsequenzen. Luis Figo ist der erste namhafte ehemalige Fußballer, der Gianni Infantino zum Rücktritt aufgefordert hat, und bezeichnete dessen Verhalten als das „niedrigste, hinterhältigste und feigste eigennützige Verhalten, das ich je erlebt habe“.

Die portugiesische Fußballlegende, die 2015 als Kandidat für das Amt des FIFA-Präsidenten antrat, bevor er die Kandidatur zurückzog und später Infantino unterstützte, warf dem Schweizer eine „Reihe von Missbräuchen“ und dem Weltverband unter seiner Führung „mafiaähnliches Verhalten“ vor und fügte hinzu: „Er hat gelogen, getäuscht und versucht, sich auf Kosten des Sports zu bereichern.“

Figo attackiert Infantino scharf

Der FIFA-Boss hat auf die anhaltenden Diskussionen reagiert und eine Krisensitzung einberufen. Damit wird er versuchen, die Wogen irgendwie zu glätten.

Figo, ein Fußballberater der UEFA, der eng mit dem Präsidenten der Organisation, Aleksander Ceferin, zusammenarbeitet, hat den Druck auf Infantino derweil noch weiter erhöht. In einer Kolumne für die Daily Mail schrieb er: „Ich könnte 10.000 Wörter über die Probleme bei der FIFA schreiben. Aber die Lösung braucht nur drei: Infantino muss gehen.

Gianni Infantino
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„Ich habe den Fußball mein ganzes Leben lang geliebt. Ich war 20 Jahre lang Profispieler. Und glauben Sie mir, ich habe in meiner Zeit im Fußball einige Schurken kennengelernt“, so Figo.

Und weiter: „Der Mann, der so etwas tun würde – der Mann, der versuchen würde, solch tiefgreifende Veränderungen durchzusetzen, nur um sich selbst und seine Freunde zu bereichern –, ist ein Relikt aus der Vergangenheit des Fußballs und sollte keinen Anteil an seiner Zukunft haben.“

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