Der Abgang von Noah Atubolu vom SC Freiburg ist spätestens seit der Verpflichtung von Mio Backhaus beschlossene Sache. Problematisch für Club und Spieler sind aber weiterhin die ausbleibenden Angebote für den Schlussmann. Das könnte sich jedoch schon zeitnah ändern. Konkretes Interesse an Atubolu gibt es aus England, Frankreich und Italien.
Laut einem Bericht der BILD prüfen der AFC Bournemouth, Olympique Marseille und die SSC Napoli einen Transfer des 24-Jährigen. Offizielle Angebote sind im Breisgau zwar noch nicht eingegangen, dennoch dürften die Gerüchte von Atubolu und dem Sportclub positiv aufgefasst werden.
Das Verhältnis des Schlussmanns zu seinem Jugendklub ist zwar weiterhin nicht zerrüttet. Dennoch ist allen Beteiligten klar, dass ein Abgang Atubolus praktisch alternativlos ist. Mit dem ehemaligen Bremer Backhaus steht der teuer eingekaufte Ersatz bereits in den Startlöchern, ein Duo der beiden wäre nicht im Sinn aller Beteiligten.
Neapel, Marseille oder Bournemouth – Wer macht das Rennen um Atubolu?
Während zu Beginn der Transferperiode kaum attraktive Perspektiven für Atubolu im Ausland aufgezeigt wurden, bieten die drei aktuellen Anwärter nun spannende Optionen. Klar ist, dass Atubolu spielen will. Das Freiburger Eigengewächs hat sich in den letzten drei Jahren zu einem der besten Keeper der Bundesliga entwickelt und hatte zudem großen Anteil an der märchenhaften Europa-League-Reise der Breisgauer, die erst im Finale von Aston Villa gestoppt wurde.

Ein Platz als Nummer Zwei ist also zu wenig für Atubolu, weswegen Bournemouth wohl am Ende das Nachsehen haben könnte. Zwar ist den Cherries unter Ex-Leipzig-Trainer Marco Rose in der kommenden Saison eine gute Rolle in der Premier League zuzutrauen, stand jetzt setzt Rose allerdings auf den Serben Djordje Petrovic als Nummer Eins. Atubolu bliebe die Rolle als Herausforderer und des perspektivischen Nachfolgers.
Deutlich bessere Chancen auf einen Stammplatz würden sich für den Freiburger in Marseille oder Neapel bieten. Dort hießen die Konkurrenten Geronimo Rulli und Vanja Milinkovic-Savic. Gegen beide hätte Atubolu gute Chancen, sich im Kampf um die Nummer Eins durchzusetzen. Laut BILD-Informationen war das Management des Deutschen unter der Woche bereits in Neapel, um persönliche Details zu verhandeln. Sollten die Gespräche positiv verlaufen, könnte schon bald ein konkretes Angebot im Breisgau eintreffen. Und der Sportclub damit die Torhüterfrage endgültig ad acta legen.

