Der FC Arsenal hat den ersten Titel der neuen Saison eingefahren. Beim 3:0 gegen Manchester City starteten die Gunners furios.
Traditionell ist der FA Community Shield die erste Trophäe, die zu Beginn jeder Saison auf der Insel vergeben wird. In diesem Jahr fand das Duell zwischen Meister Arsenal und Pokalsieger Manchester City nicht wie gewohnt im Wembley Stadium statt, weil das traditionsreiche Stadion bereits von Musiker The Weeknd belegt war.
Im Principality Stadium in Cardiff schickte Gunners-Coach Mikel Arteta erstmals Neuzugang Bruno Guimaraes von Beginn an auf den Rasen, auch ManCitys neuer Trainer Enzo Maresca vertraute gleich auf Rekordeinkauf Elliot Anderson. Nationalstürmer Kai Havertz erhielt den Vorzug vor Viktor Gyökeres.
Geniestreich von Lewis-Skelly: Arsenal erzielt Rekord-Tor
Der amtierende Meister erwischte einen herausragenden Start. Myles Lewis-Skelly ließ mit einer Körpertäuschung zwei Cityzens ins Leere laufen und steckte punktgenau auf den durchstartenden Riccardo Calafiori durch. Der Linksverteidiger blieb frei vor Gianluigi Donnarumma cool und vollstreckte nach 25 Sekunden zum frühsten Tor in der Geschichte des Community Shields (1.).
Arsenal blieb auch nach dem Traumstart die aktivere Mannschaft, den Skyblues fehlte es im letzten Drittel an Zielstrebigkeit. Einzig ein Distanzschuss von Phil Foden bereitete David Raya ein wenig Probleme. Auf der anderen Seite blieben die Gunners eiskalt. Christos Tzolis legte eine Ödegaard-Flanke clever per Kopf für Havertz quer, der aus kurzer Distanz zum 2:0 einnickte (28.).
ManCity machte offensiv allerdings kein schlechtes Spiel und schnupperte vor der Pause mehrmals am Anschlusstreffer. Erst parierte Raya glänzend gegen Erling Haaland, dann warf sich Ben White in letzter Sekunde in den Schuss von Jeremy Doku (40.). In der Schlussphase der ersten Halbzeit hatte die Maresca-Elf jedoch Glück, dass Calafiori nach einer White-Flanke zu hoch zielte und Josko Gvardiol einen Abstauber von Martin Ödegaard noch von der Linie kratzen konnte (45+1.).

Ödegaard verlädt Donnarumma
Der zweite Durchgang begann wie der erste. Erneut benötigte Arsenal keinerlei Anlaufzeit. Der auffällige Tzolis spielte flach ins Zentrum, Ödegaard spitzelte den Ball an der Defensive vorbei und schickte Donnarumma mit einer cleveren Körpertäuschung in die falsche Ecke, ehe er lässig einschob. Ein sehenswertes Tor vom Kapitän der Gunners (48.).
Beide Trainer wechselten zeitig, Maresca zog bereits zur Stundenmarke seinen fünften Joker. Der erste Neue, der für Gefahr sorgen konnte, trug jedoch ein rotes Trikot, Bukayo Saka traf aus spitzem Winkel aber nur der Außennetz (63.). Arsenal nahm im zweiten Spielabschnitt bisweilen den Fuß vom Gas, ManCity fand aber keine Lösung gegen die stabile Hintermannschaft der Arteta-Elf.
In der Schlussphase plätscherte die Partie ein wenig dem Ende entgegen. Saka meldete zwischendurch mal Gefahr an und verpasste das vierte Tor nur knapp (80.). Im Gegenzug fand auch Antoine Semenyo seinen Meister in David Raya.

Spielschema
Arsenal: Raya – White, Gabriel, Mosquera, Calafiori (60. Hincapie) – Bruno Guimaraes (46. Rice), Lewis-Skelly (75. Zubimendi), Madueke (60. Saka), Ödegaard (84. Eze), Tzolis – Havertz (75. Gyökeres)
Manchester City: G. Donnarumma – Khusanov, Ruben Dias, Gvardiol, O’Reilly (53. Guehi) – Kovacic (79. Nico), Anderson (60. Lewis), Semenyo, Foden (60. Cherki), Doku (46. Grealish) – Haaland (53. Marmoush)
Tore: 1:0 Calafiori (1.), 2:0 Havertz (28.), 3:0 Ödegaard (48.)

