Der FC Bayern hat den Supercup gewonnen, doch Joshua Kimmich war mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht einverstanden. Der Mittelfeldspieler benannte nach der Partie beim BVB mehrere Schwachstellen. Zufrieden zeigte er sich allein mit dem Resultat.
Im Signal Iduna Park setzte sich der Rekordmeister mit 2:1 durch und holte damit im ersten Pflichtspiel der Saison den ersten Titel. Vor der Pause war die Mannschaft dem Gastgeber überlegen und ließ trotz einer Zwei-Tore-Führung weitere Möglichkeiten liegen.
Am Mikrofon von Sky fiel Kimmichs Bilanz nach dem Abpfiff dennoch nüchtern aus. „Um ehrlich zu sein, fand ich die erste Halbzeit nicht so gut. Natürlich führten wir 2:0. Wir sind froh, dass wir gewonnen haben. Aber vom Spiel, das wir abgeliefert haben, sind wir noch weit entfernt vom Ziel und haben noch viel, viel Arbeit vor uns“, sagte er.
Auch das Zusammenspiel bemängelte der 30-Jährige. „Wir waren mit dem Ball nicht aktiv genug, wir haben es nicht immer geschafft, uns gegenseitig gut zu unterstützen“, so der Mittelfeldspieler.
Kimmich fordert Fortschritte gegen Flanken
Ein zweiter Kritikpunkt betraf die Defensive. „Wir haben auch zu viel zugelassen, besonders aus Flanken. Wir müssen uns in diesem Bereich deutlich verbessern. Außerdem ist es uns in der zweiten Halbzeit nicht gelungen, das Spiel zu kontrollieren und zur Ruhe zu bringen. Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden, aber nicht unbedingt mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben.“

Kimmich äußert sich zum Platzverweis
Thema war zudem die Rote Karte, die Ramy Bensebaini in der Schlussphase sah. „Ich stimme Patrick (Ittrich, Schiedsrichterexperte) bei, das kann man so und so sehen. Ich finde es aber gut, dass die Schiedsrichter auf dem Platz noch Entscheidungen treffen und nicht nur auf den VAR warten“, erklärte Kimmich.
Ittrich hatte argumentiert, dass sich ein Platzverweis wegen der Dynamik der Szene nicht zurücknehmen lasse, eine Gelbe Karte aber ebenfalls Bestand hätte haben können.

