Der FC Bayern arbeitet weiter an der personellen Aufstellung seiner Führungsebene. Nach den bis 2029 datierten Verträgen von Max Eberl und Jan-Christian Dreesen soll nun Sportdirektor Christoph Freund folgen.
Laut einem Bericht der tz wollen die Münchner das bis 2027 gültige Arbeitspapier des 49-Jährigen vorzeitig ausdehnen. Eine Einigung soll dem Bericht zufolge möglichst schnell zustande kommen. Über den genauen Zeitpunkt ist bislang nichts bekannt.
Überraschend kommt dieser Schritt nicht. Der Österreicher hat sich beim Rekordmeister eine starke Stellung erarbeitet und soll bei allen wichtigen Entscheidungsträgern Rückhalt besitzen. Geschätzt wird er laut dem Bericht vor allem für seinen Arbeitseinsatz, seine Loyalität und seine fachliche Expertise.
Gutes Verhältnis zu Vincent Kompany
Intern gilt Freund zudem als ausgeprägter „Teamplayer“, der sich in die Struktur an der Säbener Straße eingefügt hat. Dazu zählt auch der Draht zum Cheftrainer: Mit Vincent Kompany soll sich der Sportdirektor ausgezeichnet verstehen. Für die sportliche Ausrichtung auf lange Sicht hat diese Abstimmung nach Darstellung der tz erhebliches Gewicht.

Die Zuständigkeiten sind dabei klar verteilt. Die Gesamtverantwortung im sportlichen Bereich liegt bei Sportvorstand Eberl; Freund wirkt unmittelbar an Kader- und Transferfragen mit. Sein Aufgabenfeld hat sich in den vergangenen Jahren stärker in Richtung Entwicklung und Integration junger Spieler verschoben.
„Architekt“ der Nachwuchsakademie
Genau dort hat der 49-Jährige offenbar besonders überzeugt. Nach Informationen der tz wird Freund im Klub sogar als „Architekt“ der Nachwuchsakademie beschrieben. Zu den Themen, die der Rekordmeister langfristig vorantreiben will, zählen der Ausbau des Campus und eine engere Verzahnung von Nachwuchs- und Profibereich.
Da die Münchner verstärkt Talente an die erste Mannschaft heranführen wollen, kommt Freund wegen seiner Erfahrung in der Talentförderung eine Schlüsselrolle zu. Eberl und Dreesen haben als zwei zentrale Figuren bereits bis 2029 unterschrieben. Ob und wann Freund nachzieht, ist bislang nicht entschieden.

