Bradley Barcola war beim FC Bayern ein Thema, zu einem Wechsel nach München kam es jedoch nicht. Das frühere Interesse hat Sportvorstand Max Eberl nun öffentlich gemacht. Ausschlaggebend war am Ende die Ablösesumme.
Der französische Offensivspieler wechselte in diesem Sommer von Paris Saint-Germain zum FC Liverpool. Die Engländer zahlten 125 Millionen Euro. Eine solche Summe war für die Münchner nach Eberls Worten nicht zu stemmen.
Im Interview mit der Sport BILD schilderte der 52-Jährige, dass seine Verbindung zu dem Spieler bis in seine Zeit bei RB Leipzig zurückreicht. „Ehrlicherweise kenne ich Bradley schon aus meiner Zeit in Leipzig. Ich wollte ihn zu RB holen. Wir waren damals zusammengesessen und haben darüber diskutiert. Damit habe ich eine engere Beziehung zu Bradley gehabt. Es war also schon immer Interesse da“, sagte Eberl.
Nach seinem Amtswechsel nach München blieb der Angreifer demnach auf der Liste. Bei PSG hatte sich der 24-Jährige zu einem der begehrtesten Offensivkräfte des Kontinents entwickelt.
Münchner stiegen bei der Ablöse aus
Eberl räumte ein, dass sich die Verantwortlichen auch beim FC Bayern konkret mit dem Nationalspieler befasst hatten. „Natürlich haben wir uns auch bei Bayern mit Bradley beschäftigt. Aber wenn man solche Summen hört, dann ist das für uns zu viel gewesen.“

Stattdessen holten die Münchner im vergangenen Sommer Luis Diaz. Auch dieser Transfer war teuer, bewegte sich laut Eberl aber in einem anderen Rahmen. „Mit Luis Diaz haben wir eine Entscheidung gefällt, die auch kostspielig war, aber in einer anderen Dimension als Bradley. Zudem ist Diaz ein Spieler, für den die Menschen ins Stadion kommen. Wir sind extrem glücklich mit ihm“, erklärte der Sportvorstand.
Große Ablösesummen schließt Eberl für die Zukunft nicht grundsätzlich aus. An anderer Stelle des Gesprächs betonte er, der Klub sei finanziell durchaus in der Lage, hohe Beträge zu zahlen, sofern die Entscheider vollständig von einem Spieler überzeugt seien. Bei Barcola lag die eigene Obergrenze klar unterhalb der 125 Millionen Euro, die Liverpool schließlich überwies.

