Como mischt die Champions League auf! Drei Erkenntnisse des 1. Spieltags

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Die Champions League ist zurück aus der Sommerpause und wieder in vollem Gange. Was am 1. Spieltag bereits auffiel.

Aus deutscher Sicht kann der Auftakt in die neue Saison der Champions League als gelungen bezeichnet werden. Borussia Dortmund geriet gegen Villarreal zwar spät nochmal ins Schwimmen, gewann aber mit 3:2 gegen das „Gelbe U-Boot“. Der VfB Stuttgart erfüllte die Pflichtaufgabe gegen Viking Stavanger dank Dreierpacker Ermedin Demirovic. Auch der FC Bayern feierte am Donnerstag einen deutlichen Sieg beim 5:0 über Bodö/Glimt. Einzig RB Leipzig startete mit einer Niederlage.

Champions League: Drei Titelaspiranten in bestechender Frühform

Zu den Favoriten auf den Henkelpott zählt aus der Bundesliga nur der FC Bayern. Der bewies gegen die Norweger, dass er auch in dieser Saison um den Titel spielen kann. Nach einer dominanten, aber eher zähen ersten Halbzeit, lief die Offensivmaschine des Rekordmeisters heiß und schenkte der Überraschungsmannschaft der vergangenen Spielzeit noch fünf Tore ein. Ungeachtet des 0:0 auf Schalke ist der FCB schon zu einem frühen Zeitpunkt der Saison in glänzender Verfassung.

Das gilt auch für zwei weitere Titelkandidaten. Der FC Barcelona hat unser Hansi Flick einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Durch das 5:1 gegen Feyenoord haben die Blaugrana in fünf Pflichtspielen bereits 22 Treffer erzielt und alle Partien gewonnen. Besonders der Schachzug, Linksaußen Raphinha zum Mittelstürmer umzuformen, hat sich als Volltreffer erwiesen.

Gelingt es Flick mittelfristig, neben der genialen Offensive auch die Defensive weiter zu stabilisieren, kann Barca nach dem ersten CL-Titel seit 2015 greifen. Mit der Verpflichtung von Sechser Rodri und Verteidiger-Juwel Pau Cubarsi ist das nötige Personal dafür zweifellos vorhanden.

Arsenal konnte am ersten Spieltag zwar keine fünf Tore erzielen, hätte gegen den SSC Neapel aber durchaus höher als 1:0 gewinnen müssen. Der Vorjahresfinalist lieferte – von der Chancenverwertung abgesehen – eine blitzsaubere Leistung ab. Nach dem idealen Ligastart mit drei Siegen aus drei Spielen, hat Mikel Artetas Team auch in der Königsklasse den Auftakt gemeistert.

Martin Ödegaard
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Angeführt von einem überragenden Kapitän Martin Ödegaard wirken die Gunners nach dem ersehnten Meistertitel wie gelöst und haben ihre Spielfreude im letzten Drittel wiedergefunden. Mit Arsenal ist auch in dieser Saison zu rechnen.

Das gilt sicherlich auch für Real Madrid und Paris Saint-Germain. Beide gewannen ihre Duelle am 1. Spieltag, haben im Vergleich zu Bayern, Barca und Arsenal aber noch die ein oder andere Baustelle zu beheben. Gerade Titelverteidiger PSG wirkt trotz der CL-Gala gegen Slovan Bratislava (6:1) noch nicht voll auf der Höhe, in der Ligue 1 wartet man nach drei Spielen noch auf einen Sieg.

Como ist gekommen, um zu bleiben

Als Titelaspirant sollte man Como 1907 sicherlich nicht bezeichnen, ein beeindruckendes Debüt in der Champions League hat die Mannschaft von Cesc Fabregas aber allemal abgeliefert. Gegen RB Leipzig spielten die Italiener so, wie die Sachsen gerne spielen würden. Aggressiv im Pressing, schnell in die Vertikale agierend und mit enormem Tempo überrollte Como RB phasenweise.

Mit Martin Baturina und Nico Paz verfügt die Mannschaft über zwei Unterschiedsspieler, die gemeinsam mit Stürmer Tassos Douvikas, Sechser Luis Milla und Innenverteidiger Jacobo Ramon eine starke Achse bilden. Como ist zwei Jahre nach dem Aufstieg in die Serie A auch in der Champions League angekommen und wird dort auch bleiben.

Fabregas hat eine schnelle, aber nachhaltige Entwicklung angestoßen, im Klub ist genug Know-How und ausreichend Geld vorhanden, um den Verein vom Comer See auch bei einem möglichen Abschied des Trainers als Spitzenklub der Serie A zu etablieren. Como könnte in den nächsten Jahren ein Stammgast im Konzert der Großen werden.

Auch in der Königsklasse stark: Silva bereitet Kovac Kopfzerbrechen

Borussia Dortmund gehört längst zum Inventar der Champions League und trotzte beim 3:2 gegen Villarreal mehreren Widerständen. Erst musste der BVB den Schock um Konstantinos Karetsas verkraften, der wegen Kreislaufproblemen ins Krankenhaus musste. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich drängte Villarreal auf die Führung, Gregor Kobel verhinderte Schlimmeres.

Fabio Silva
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Dass die Schwarz-Gelben bei Abpfiff doch die drei Punkte feiern durften, lag neben Doppel-Torschütze Serhou Guirassy auch an Joker Fabio Silva. Der Portugiese, der nach einer schwachen ersten Saison im BVB-Trikot schon mit einem Abschied liebäugelte, brachte neuen Schwung ins Spiel und bereitete das 2:1 durch Guirassy mustergültig vor. Darüber hinaus überzeugte er mit vielen weiteren zielstrebigen Aktionen in der Offensive. Schon beim 3:2 gegen Hoffenheim glänzte der 24-Jährige als Einwechselspieler.

Kovac hat dank des Aufschwungs des Portugiesen nun die Qual der Wahl. Belohnt er Silva mit einem Startelfmandat für seine guten Auftritte oder vertraut er weiter auf dessen Qualitäten, ein laufendes Spiel von der Bank aus zu verändern.

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