Sacha Boey bleibt dem FC Bayern vorerst erhalten. Ein Wechsel kam im Sommer nicht zustande, der Rechtsverteidiger steht weiter unter Vertrag. Trainer Vincent Kompany hat sich nun ausführlich zur Lage des 25-Jährigen geäußert.
Lange galt der Franzose in München als Kandidat für einen Verkauf. Nach dem Ende des Transferfensters muss er sich sportlich neu anbieten. Vor der Partie bei der SV Elversberg nahm Kompany dazu Stellung und betonte, dass Boey während der Wechselphase über die Überlegungen des Klubs Bescheid wusste.
„Was ich seit zweieinhalb Jahren in der Zusammenarbeit mit Max Eberl und Christoph Freund sehe, ist, dass der Verein klar und deutlich ist, auch im Umgang mit den Spielern“, sagte der Trainer. Solche Gespräche seien für die Profis nicht leicht, gehörten für ihn aber dazu.
„Es ist nicht immer schön für den Spieler, aber man bekommt dann auch viel Respekt von den Spielern, wenn man klar und ehrlich mit ihnen spricht“, erklärte Kompany weiter. Ein Abschied ist damit zunächst kein Thema mehr, der Verteidiger soll wieder voll in die Mannschaft eingebunden werden.
Harte Konkurrenz auf der rechten Abwehrseite
„Jetzt ist die Transferphase vorbei und Sacha bekommt die Unterstützung von uns“, stellte der Belgier klar. Eine Zusage auf Einsätze ist damit nicht verbunden. Auf der rechten Defensivseite konkurriert Boey mit zwei etablierten Alternativen.

„Allein auf der Position haben wir Josip Stanišić und Konrad Laimer und der Konkurrenzkampf ist da schon hart“, sagte Kompany. Beim 5:0 gegen Bodø/Glimt in der Königsklasse blieb Boey ohne Einsatz und saß die vollen 90 Minuten auf der Bank.
Abgeschrieben ist der 25-Jährige nach Aussage des Trainers dennoch nicht. „Doch im Fußball kann alles passieren, wenn man die richtige Einstellung hat“, sagte Kompany und lobte die aktuelle Arbeit des Verteidigers: „Er trainiert aktuell sehr gut und alles andere wird sich dann zeigen“.
Wie lange die Konstellation hält, ist offen. Nach der Partie gegen Bodø/Glimt hatte Sportvorstand Max Eberl erklärt, Boey bleibe zunächst in München, im Winter werde man die Lage erneut bewerten.

