Wirbel um Olise-Interview: Eberl und Kompany sprechen Klartext

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Michael Olise begeistert beim FC Bayern regelmäßig mit seinen Leistungen auf dem Platz. Abseits des Rasens tickt der Franzose dagegen etwas anders als viele andere Superstars. Interviews und öffentliche Auftritte scheinen nicht unbedingt zu seinen Lieblingsbeschäftigungen zu gehören. Für die Verantwortlichen in München ist das allerdings überhaupt kein Problem.

Zuletzt hatte Olise nach dem 5:0-Erfolg gegen Bodö/Glimt in der Champions League für Aufsehen gesorgt. Im anschließenden DAZN-Interview antwortete der Offensivstar gewohnt knapp und ließ sich von Reporter Jochen Stutzky kaum mehr als wenige Worte entlocken.

„Du machst es mir ziemlich schwer, dieses Interview zu führen“, stellte Stutzky während des Gesprächs fest. Die ungewöhnlichen Szenen verbreiteten sich anschließend rasant in den sozialen Netzwerken.

Vor dem Bundesliga-Spiel gegen die SV Elversberg wurden Max Eberl und Vincent Kompany von SPORT1 auf Olises Verhalten angesprochen. Beide machten deutlich, dass sie keinerlei Problem damit haben.

Eberl: „Das nebendran lässt ihn eher kalt“

Eberl sieht Olises zurückhaltende Art gelassen. „Michael ist einer, der Fußball spielen möchte. Und das nebendran lässt ihn eher kalt. Das ist halt nicht seine Art und nicht jeder Mensch ist gleich“, erklärte der Sportvorstand.

Der 52-Jährige glaubt sogar, dass die spezielle Art des Franzosen bei vielen Fans gut ankommt. „Wenn wir mal in die Sozialen Medien schauen, dann wird er gefeiert. Weil die Leute einfach sagen: Das ist ein Fußballer, der soll Fußball spielen, der soll Spaß haben. Und die Kiddies identifizieren sich damit eher als vielleicht wir.“

Auch mögliche Verpflichtungen gegenüber Sponsoren bereiten den Bayern-Bossen offenbar keine Sorgen. Kompany drehte die Diskussion kurzerhand um und richtete selbst eine Frage an den SPORT1-Reporter.

„Sind Sie nicht zufrieden, dass das jetzt viral gegangen ist?“, fragte der Bayern-Coach und ergänzte mit einem Augenzwinkern: „Wenn er alle Fragen beantwortet, wie ich das mache, geht nichts viral.“

Kompany sieht sogar Vorteile für Sponsoren

Michael Olise
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Aus Sicht von Kompany schadet Olises Verhalten damit weder dem FC Bayern noch dessen Partnern. Vielmehr erzeugt der Franzose gerade aufgrund seiner ungewöhnlichen Art enorme Aufmerksamkeit.

„Sponsoren wollen einfach, dass über ihn gesprochen wird. Und wenn Michael da ist, dann wird über die Sponsoren gesprochen“, erklärte Kompany.

Der Belgier stellte zudem klar, dass die öffentliche Wirkung seines Offensivstars keineswegs negativ zu bewerten sei. „Wo wir ehrlich sein müssen: Michaels Art hat für keinen Sponsor und für keinen Journalisten schlechten Wert. Auf keinen Fall. Und jeder genießt das. Wir sollten nicht zu viel vermischen.“

Damit erhält Olise von seinem Trainer und seinem Sportvorstand volle Rückendeckung. In München scheint niemand die Absicht zu haben, den 24-Jährigen für öffentliche Auftritte zu verbiegen.

Für Eberl zählt ohnehin in erster Linie, was Olise auf dem Rasen abliefert. Seine Prioritäten formulierte der Bayern-Boss entsprechend deutlich: „Mir ist lieber, er spielt so, wie er spielt und wird in fünf Spielen dreimal Spieler der Partie.“

Solange Olise sportlich auf diesem Niveau agiert, darf er sich seine Worte bei Interviews also weiterhin sehr genau einteilen. Und wie die Reaktionen auf seinen jüngsten Auftritt zeigen, kann selbst Schweigen für reichlich Aufmerksamkeit sorgen.

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