Cesc Fabregas hat mit Como große Ziele – und orientiert sich bei der Weiterentwicklung seiner Mannschaft ausgerechnet an einem Erfolgsrezept des FC Arsenal. Nach dem 2:1-Heimsieg gegen Parma erklärte der Spanier, warum torgefährliche Verteidiger und Standards für sein Team künftig eine noch größere Rolle spielen sollen.
Für Fabregas war der Erfolg gegen Parma allerdings nicht nur aus taktischer Sicht wichtig. Wenige Tage zuvor hatte Como beim ersten Champions-League-Spiel der Vereinsgeschichte mit einem 4:1 gegen RB Leipzig für Aufsehen gesorgt. Entsprechend gespannt war der Trainer, wie seine Mannschaft mit der körperlichen und mentalen Belastung umgehen würde.
„Das war eine wichtige Antwort der Mannschaft, denn es bedeutet, dass ich mich auf alle verlassen kann“, erklärte Fabregas nach der Partie. Einige seiner Spieler seien müde gewesen. Umso zufriedener zeigte er sich mit den Profis, die gegen Parma ihre Chance erhielten.
Für Como war es zudem eine besondere Rückkehr. Aufgrund von Umbauarbeiten am Stadio Sinigaglia hatte der Klub seine ersten drei Serie-A-Partien der Saison auswärts bestreiten müssen. Gegen Parma durfte die Mannschaft erstmals wieder vor heimischer Kulisse ran.
Fabregas nimmt sich Arsenal zum Vorbild

Eine Szene freute Fabregas besonders. Verteidiger Kaiki erzielte den zweiten Treffer für Como und zeigte damit genau jene Qualität, die sein Trainer künftig häufiger sehen möchte.
„Im modernen Fußball ist es sehr wichtig, Verteidiger zu haben, die Tore schießen“, betonte Fabregas.
Als Vorbild nannte der ehemalige Mittelfeldstar seinen früheren Klub Arsenal. Die Gunners hätten auf dem Weg zum Gewinn der Premier League stark von ihren gefährlichen Standards und den Toren ihrer Abwehrspieler profitiert. Genau diese zusätzliche Waffe möchte Fabregas nun auch bei Como etablieren.
Kaiki bringt aus Sicht seines Trainers die Voraussetzungen dafür mit. Gleichzeitig machte Fabregas deutlich, dass der Brasilianer in seiner Entwicklung noch nicht am Ende angekommen ist und weitere Schritte machen muss.
Gerade bei engen Spielen können Treffer nach ruhenden Bällen oder durch Verteidiger den Unterschied ausmachen. Für Fabregas ist dieser Bereich deshalb ein wichtiger Baustein bei der Weiterentwicklung seiner Mannschaft.
Kean muss sich an Fabregas-Fußball gewöhnen
Auch in der Offensive arbeitet Como weiter an neuen Lösungen. Gegen Parma stand Moise Kean erstmals in der Startelf und ersetzte Tasos Douvikas. Der italienische Nationalspieler war im Sommer von der Fiorentina nach Como gewechselt.
Fabregas fordert von seinem Neuzugang allerdings Geduld. Das Spielsystem in Como stelle andere Anforderungen an Kean als dessen vorherige Aufgaben in Florenz. Der Angreifer müsse deshalb weiter hart arbeiten und sich Schritt für Schritt an die Abläufe gewöhnen.
Als Beispiel nannte der Trainer Douvikas. Auch der Grieche habe nach seinem Wechsel Zeit benötigt, sich anschließend aber deutlich weiterentwickelt.
Nach dem historischen Champions-League-Abend gegen Leipzig bestand Como damit auch die nächste Bewährungsprobe. Für Fabregas ist besonders wichtig, dass seine Mannschaft trotz der zusätzlichen Belastung konkurrenzfähig bleibt. Gleichzeitig arbeitet der Spanier bereits an den nächsten Details – und schaut dabei durchaus genau hin, wie sein früherer Klub Arsenal zum englischen Meister geworden ist.

