Nach DFB-Kritik: Sammer-Attacke in Richtung Bierhoff

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Matthias Sammer hat mit deutlichen Worten auf die DFB-Kritik von Oliver Bierhoff reagiert und sieht den Ex-Stürmer selbst in der Verantwortung. Der ehemalige DFB-Funktionär hatte mit seinen Aussagen überrascht.

Im Interview mit kicker hatte Bierhoff den fehlenden Charakter der Nationalspieler bemängelt. „Wir haben sehr professionelle und gute Spieler, aber zu wenige, die Verantwortung und Initiative auf dem Platz übernehmen“, sagte der 57-Jährige und fügte an, dass es damit zu tun habe, dass beim DFB „drei kompetente und erfolgreiche Trainer (Löw, Flick, Nagelsmann, Anm. d. Red.) verschlissen wurden.“

Sammer reagierte im Sky-Format „Sammer & Basile – Der Hagedorn-Talk“ auf die Aussagen des früheren Teammanagers und DFB-Direktors. „Es ist nicht lange her, da hieß es auch von seiner Seite aus, wir brauchen in Deutschland flache Hierarchien“, sagte Sammer: „Ich war immer ein Verfechter, dass es die Typen Leader, Teamplayer und Individualisten gibt und wenn du die alle auch in der Argumentation gleich behandeln willst und auch in der Stellung, in der Kabine auf dem Feld, dass die alle gleich sein sollen, dann brauchen wir uns doch heute nicht beschweren.“

Sammer denkt an DFB-Zeit zurück: „Sind doch nicht auf dem Ponyhof“

Bierhoff sei selbst „ein Stück weit dafür verantwortlich“, betonte Sammer, der von 2006 bis 2012 ebenfalls für den Verband tätig war. Erst nur als Sportdirektor, ab 2010 zusätzlich als Nachwuchskoordinator. „2006 bin ich in den Verband gekommen und habe mir 2007 die Frage gestellt, hier stimmt etwas nicht. Und dann haben mich die Leute gefragt, warum? Ich sage, wir sind alle gleich. Alle gleich. Die sagen mir alle: Guten Tag Herr Sammer, die sind alle lieb und nett und ich denke, das ist schön, aber wir sind doch hier nicht auf dem Ponyhof.“

Oliver Bierhoff
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Im Leistungssport müsse es auf dem Platz und in der Kabine auch mal scheppern, so Sammer weiter: „Ich halte das für einen der kapitalsten Fehler, die je begangen wurden, von flachen Hierarchien im Leistungssport und in einer Mannschaft zu sprechen. Das ist eine Katastrophe.“

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