Transfer-Poker um Rennes-Star: Vier Topklubs bringen sich bei Lepaul in Stellung

Foto: IMAGO

Estéban Lepaul hat sich mit seinen Leistungen bei Stade Rennais in den Fokus mehrerer europäischer Topklubs gespielt. Der 26 Jahre alte Angreifer wird unter anderem von Paris Saint-Germain, Inter Mailand und Atlético Madrid beobachtet. Am konkretesten beschäftigt sich derzeit allerdings Benfica mit dem Franzosen.

Nach Informationen von fussball-news.de hat der portugiesische Spitzenklub bereits erste formelle Anfragen gestellt. Dabei ging es vor allem um die vertragliche Situation des Stürmers und die finanziellen Vorstellungen von Rennes.

Wie groß das Interesse an Lepaul inzwischen ist, zeigte sich auch beim Europa-League-Spiel gegen Sturm Graz am 16. September. Scouts von Benfica, PSG, Inter und Atlético sollen auf der Tribüne gesessen und den 86-minütigen Auftritt des Angreifers genau verfolgt haben.

Während Benfica damit bereits erste Schritte unternommen hat, befinden sich die übrigen Interessenten aktuell noch in der Scouting- und Analysephase. Konkrete Angebote liegen Rennes bislang nicht vor.

Rennes fordert bis zu 60 Millionen Euro

Ein möglicher Transfer dürfte ohnehin kostspielig werden. Nach Informationen von fussball-news.de liegt die finanzielle Verhandlungsbasis von Stade Rennais bei 50 bis 60 Millionen Euro.

Damit nicht genug: Die Franzosen wollen bei einem möglichen Verkauf zusätzlich leistungsabhängige Bonuszahlungen sowie eine Beteiligung an einem späteren Weiterverkauf vereinbaren.

Grundsätzlich soll Rennes durchaus bereit sein, sich mit Angeboten für Lepaul zu beschäftigen. Voraussetzung ist allerdings, dass das Gesamtpaket den finanziellen Vorstellungen des Ligue-1-Klubs entspricht.

Vor allem Benfica könnte mit Blick auf das Wintertransferfenster weitere Schritte einleiten. Die Portugiesen suchen nach einem Torjäger, der sowohl national als auch im Europapokal zuverlässig für Treffer sorgen kann.

Auch PSG beschäftigt sich mit Lepaul

PSG wiederum beobachtet den 26-Jährigen als mögliche französische Verstärkung für die eigene Offensive. Auch Inter Mailand und Atlético Madrid haben Lepaul auf ihren Listen und schätzen insbesondere dessen vielseitiges Profil.

Der Mittelstürmer ist nicht ausschließlich als klassischer Strafraumspieler einsetzbar. Neben seiner Abschlussstärke zeichnet er sich durch intensive Pressingarbeit, intelligente Laufwege und die Fähigkeit aus, Bälle mit dem Rücken zum Tor festzumachen und seine Mitspieler einzubinden.

Gerade diese Kombination macht Lepaul für unterschiedliche Spielsysteme interessant. Während Benfica vor allem einen zuverlässigen Torjäger sucht, könnten Inter und Atlético seine körperlichen Qualitäten und sein Spiel im Umschaltmoment entgegenkommen.

Lepaul selbst konzentriert sich derzeit weiterhin auf seine Aufgaben bei Rennes. Seine Seite soll das Interesse der europäischen Spitzenklubs zwar registriert haben, einen konkreten Wechselprozess gibt es aktuell aber noch nicht.

Das könnte sich in den kommenden Monaten ändern. Mit Benfica hat der erste Interessent bereits Kontakt aufgenommen, während PSG, Inter und Atlético die Entwicklung des Angreifers genau verfolgen. Hält Lepaul seine aktuelle Form, dürfte der Poker spätestens mit Blick auf das Wintertransferfenster deutlich an Fahrt aufnehmen.

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