Der Streit zwischen dem Fußball-Weltverband FIFA und der UEFA geht weiter. Gianni Infantino steht momentan im Mittelpunkt diverser Diskussionen, will nach eigenen Angaben nach Möglichkeit für die Wiederwahl zur Verfügung stellen. Die UEFA sieht das kritisch.
Die FIFA warf der UEFA nun vor, eine „Desinformationskampagne“ zu führen und zu versuchen, den Kampf um den Präsidentenposten zu beeinflussen, während der Weltfußballverband ein US-Gericht dazu aufforderte, einen Antrag auf Offenlegung von Beweismitteln im Zusammenhang mit einem umstrittenen Investitionsvorschlag abzulehnen.
Im vergangenen Monat beantragte die UEFA bei einem US-Bundesgericht die Erlaubnis, Zeugenaussagen und Dokumente einzuholen, die in einer geplanten Strafanzeige in der Schweiz gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino verwendet werden sollen – und zwar im Zusammenhang mit einem aufgegebenen Plan, die kommerziellen Rechte an der Weltmeisterschaft auf eine Tochtergesellschaft namens „FIFA Forward Enterprise“ zu übertragen.
Streit zwischen Verbänden geht weiter
Im Rahmen der Entwicklungen der letzten Wochen und Monate verlor Präsident Gianni Infantino immer mehr an Rückendeckung. Nicht nur bei den anderen Verbänden, sondern auch direkt intern bei der FIFA selbst. Es gibt noch immer Befürworter, diese werden aber weniger.

In ihrer Antwort auf die Klage erklärte die FIFA, der Schriftsatz der UEFA enthalte „zahlreiche falsche oder irreführende Aussagen über die FIFA und Infantino“. Die Anwälte der FIFA argumentieren in dem Dokument: „Das Verhalten der UEFA zeigt, dass ihre Klage in böser Absicht und zum Zweck der Schikane eingereicht wurde.“
Zudem seien die Vorwürfe „ohne jegliche Grundlage“ und die FIFA werde nun weiterhin versuchen, auf rechtlichem Wege dafür zu sorgen, dass die Dinge gerade gerückt werden. All das passiert zu einem Zeitpunkt, an dem man sich eigentlich anzunähern versuchte. Infantino selbst scheint offen für Reformen, teilte das zumindest mit. Ob das aber ausreicht, um die Wogen zu glätten, bleibt abzuwarten.

