Es kommen immer neue Details ans Licht, wenn es um die Vorwürfe gegen Manchester City geht. In allen relevanten Punkten wurden die Skyblues für schuldig befunden. Und die Premier League macht nun Druck, will eine schnelle Verkündung des finalen Urteils und der Konsequenzen erwirken,
City selbst hat bis zum Freitag Zeit, die Berufung einzulegen. Das wird man definitiv auch machen, aber die Vergehen sind immens. Und das Ausmaß ist es auch.
Eine unabhängige Kommission stellte fest, dass Manchester City im Zeitraum von neun Jahren mit einer Reihe seiner Sponsoren „Scheingeschäfte“ abgeschlossen hatte, die Teil eines verschleierten Finanzierungsmodells waren, bei dem diese Unternehmen nur einen Teil der entsprechenden Sponsoringgebühren zahlen mussten. Der Rest wurde von der Abu Dhabi United Group Investment & Development Ltd (ADUG) finanziert, der der Verein gehörte.
Manchester City: Enorme Summe verschleiert
Das ist aber nur die Spitze des Eisbergs. Es gab verschiedene Modelle, mit denen die Bilanz gefälscht wurde.
Es wurde festgestellt, dass der Zweck dieser Machenschaften darin bestand, die Einnahmen des Vereins künstlich aufzublähen und seine Kosten im betreffenden Zeitraum um mehr als 900 Millionen Pfund (!) zu senken, um den Anschein zu erwecken, die Finanzvorschriften einzuhalten.

Dabei ist nun bestätigt, dass City sowohl gegen die Vorschriften der Liga als auch gegen die der UEFA verstoßen hat. Es wurde seitens der Kommission bestätigt, dass der Verein falsche Jahresabschlüsse vorlegte und die tatsächliche Finanzlage vor seinen Wirtschaftsprüfern und den Fußball-Aufsichtsbehörden verschleierte. Die Kommission kam zu dem Schluss, dass „der Verein mit seinem Verhalten eindeutig die Absicht hatte, die Regeln der Premier League zu umgehen“.
Die Konsequenzen für das Handeln der Skyblues könnten vielfältig ausfallen. Eine Möglichkeit ist ein radikaler Punktabzug, der im Endeffekt gleichbedeutend mit einem Abstieg wäre.

