UEFA-Boss Ceferin schießt erneut gegen Infantino: „Es reicht!“

Foto: IMAGO

Der Streit zwischen der UEFA und der FIFA geht in die nächste Runde und ist noch immer nicht beendet. Es deutet sich vielmehr an, dass die Posse noch eine Weile weitergehen wird. 

Aleksander Ceferin, der UEFA-Präsident, hat seinen Amtskollegen bei der FIFA, Gianni Infantino, wegen des Plans zum Ausverkauf der Weltmeisterschaft, der Verleihung des Friedenspreises an Donald Trump und des Folarin-Balogun-Skandals scharf attackiert.

Bei seiner Rede auf der Jahresversammlung der europäischen Fußballvereine in Kopenhagen nannte Ceferin Infantino zwar nicht namentlich, deutete jedoch an, es sei an der Zeit, ihn aus seinem Amt zu entfernen. Das forderten zuletzt auch schon andere Funktionäre, darunter Hans-Joachim Watzke.

Ceferin mit scharfer Kritik in Richtung der FIFA

Ceferin sagte: „Einen Teil der Zukunft des Fußballs zu verkaufen, wird nicht zur Entwicklung, nur weil man sagt, es sei Entwicklung. Den nationalen Verbänden eine vollendete Tatsache vorzusetzen, bedeutet keine Demokratisierung, auch wenn man es Demokratisierung nennt, ganz gleich, wie hoch der Scheck auch sein mag. Und Geheimhaltung wird nicht zur Konsultation, nur weil man es Konsultation nennt.“

Aleksander Ceferin
Foto: Getty Images

Der UEFA-Boss führte seine Argumente noch weiter aus und kam dann zu einem Schluss. „Nun, meine Freunde, ich glaube, es ist an der Zeit zu sagen: Es reicht!  Regeln werden gebrochen, wenn sie unbequem sind. Diejenigen, die eigentlich ein Mitspracherecht haben sollten, werden einfach übergangen. Und die Zukunft des Fußballs wird wie ein weiterer Verhandlungschip behandelt. Kein Amt, kein Titel und keine noch so große Macht gibt irgendjemandem das Recht, die Zukunft des Fußballs zu verkaufen.“

Ceferin äußerte sich, nachdem Nasser Al Khelaifi, Vorsitzender der European Football Clubs und Präsident von Paris Saint-Germain, Pläne für eine globale Vereinigung von Vereinen namens „World Football Clubs“ angekündigt hatte. Die neue Organisation soll den Vereinen eine starke Stimme bei Verhandlungen mit Fußballverbänden, darunter auch der FIFA, verschaffen.

Diesen Artikel teilen
FussballNews App Icon
FussballNews App
Download
×