Keine Kontinuität: Kahn benennt Probleme im deutschen Fußball

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Die Leistungen der deutschen Nationalmannschaft sind natürlich ein Indikator, um den aktuellen Zustand des deutschen Fußballs genauer zu bestimmen.

Die Nations League mit fünf Punkten aus vier Spielen gegen Griechenland, die Niederlande und Serbien gab Aufschluss darüber, wo man aktuell steht. Nämlich am Anfang einer Veränderung.

Es wird Zeit brauchen, alle Dinge, die in Angriff genommen werden müssen, unter einen Hut zu bringen. Die DFB-Elf hat unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp jetzt viel getestet, aber es geht natürlich auch um Kontinuität, die jetzt Einzug halten muss.

Kahn: „Haben überausgebildet“

Geht es nach Oliver Kahn, dann ist diese Kontinuität ohnehin ein essenzieller Punkt, der der deutschen Mannschaft zuletzt zu oft fehlte.

„Ich glaube, wir haben es im deutschen Fußball nicht geschafft, ein System zu etablieren und aufzubauen, vergleichbar mit dem, das wir in Spanien sehen. Ein System, auf das man setzen kann und in dem sich immer wieder etwas entwickelt. Stattdessen gehen wir zum Trainer, dem schwächsten Glied in der Kette. Wir tauschen ihn aus und glauben, damit etwas verändert zu haben“, erklärte der ehemalige Toptorhüter bei Sky.

Oliver Kahn
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Er erklärte weiterhin: „Trainerwechsel bringen uns keine Erlösung. Wir kommen nur vorwärts, wenn wir ehrlich darauf schauen, was in diesen zehn Jahren im deutschen Fußball passiert ist, dass wir keine Rolle mehr spielen.“

Eine nicht ideale Ausbildung oder das Fehlen von Talenten ist für Kahn kein Faktor. „Im Gegenteil: Wir haben überausgebildet. Wir haben die Spieler überoptimiert und dabei vollkommen vergessen, dass du jungen Menschen nicht alles abnehmen darfst. Sonst entwickeln sie keine Persönlichkeit und übernehmen keine Verantwortung“, so der ehemalige Bayern-Profi.

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