Borussia Mönchengladbach hat das Rheinderby beim 1. FC Köln am Sonntag mit 1:2 verloren. Für die Fohlen war die Niederlage beim Erzrivalen ein weiterer Rückschlag in einer bislang schwierigen Saison.
Im ersten Spiel von Alexander Blessin als Trainer wollte Gladbach endlich Punkte sammeln, musste sich am Ende jedoch geschlagen geben. Said El Mala bescherte den Domstädtern in der 67. Minute den Siegtreffer, wodurch die Elf vom Niederrhein weiterhin ohne einen einzigen Punktgewinn auf dem letzten Tabellenplatz der Bundesliga steht.
Neben dem sportlichen Ergebnis rückte im Rheinenergiestadion auch das Geschehen abseits des Platzes in den Fokus. Im Bereich des Gästeblocks kam es während der Partie zu Ausschreitungen. Unter anderem wurden Leuchtraketen in Richtung anderer Zuschauer geschossen, zudem durchbrachen Fans eine Plexiglasscheibe zwischen den Fanlagern. Die Vorfälle zogen sogar eine kurzzeitige Unterbrechung des Spiels nach sich. Borussia Mönchengladbach hat inzwischen deutlich Stellung bezogen und die Aktionen einiger Anhänger klar verurteilt!
Gladbach-Geschäftsführer über Ausschreitungen: „Absolute No-Gos“
Borussia Mönchengladbach verurteilt die Ausschreitungen beim Rheinderby gegen den 1. FC Köln am letzten Sonntag scharf. Das geht aus einem Artikel der BILD hervor. Das Boulevard-Blatt zitiert Geschäftsführer Markus Aretz, der nach der 1:2-Niederlage deutliche Worte für das Verhalten der Fans fand: „Das Werfen von Böllern und das Abschießen von Raketen und die damit einhergehende Gefährdung von Menschen sind absolute No-Gos und ein wirklich enttäuschendes Verhalten.“ Und weiter: „So etwas hat im Stadion nichts zu suchen, ist absolut nicht das Bild, das wir als Verein abgeben wollen. Sollte sich jemand verletzt haben, entschuldigen wir uns jetzt schon.“

Auch der Gladbacher Sportchef Rouven Schröder zeigte sich angesichts der Vorfälle betroffen. „Ich bin genauso Familienvater, ich möchte keine Böller durch die Kurven fliegen sehen, wo ich das Gefühl habe, ich könnte getroffen werden. Das gehört sich einfach nicht“, betonte der 50-Jährige. Borussia Mönchengladbach wurde erst in der vergangenen Woche vom DFB zu einer Geldstrafe in Höhe von 19.500 Euro verurteilt worden, weil einige Anhänger im Pokalspiel gegen Schott Mainz pyrotechnische Gegenstände abgebrannt hatten. Nach den jüngsten Geschehnissen im Derby könnte nun eine deutlich höhere Sanktion folgen. Eine Entscheidung des Verbands steht noch aus.
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In der 76. Spielminute kam es im Duell mit dem 1. FC Köln am Sonntagnachmittag auf den Zuschauerrängen zu Ausschreitungen, sodass Schiedsrichter Florian Badstübner die Partie für zwei Minuten unterbrechen musste. Aus dem Gästeblock wurden mehrere Raketen in die Sitzplatzblöcke der Heimfans geschossen. Außerdem durchbrachen Anhänger von Borussia Mönchengladbach eine Plexiglasscheibe und verschafften sich somit Zutritt zum Heimbereich, woraufhin es zu Krawallen kam. Anschließend brachte die Polizei die Situation unter Kontrolle, sodass das Spiel fortgeführt werden konnte.
Borussia Mönchengladbach wartet nach fünf absolvierten Spielen weiterhin auf den ersten Punktgewinn der neuen Saison. Die Fohlen stehen in der Bundesligatabelle auf dem letzten Platz. Am kommenden Wochenende trifft die Mannschaft von Neu-Trainer Alexander Blessin zuhause auf die TSG 1899 Hoffenheim, die momentan mit drei Punkten den 17. Tabellenrang innehat. Der 1. FC Köln hat seine Position im Tabellenmittelfeld durch den Derbysieg hingegen gefestigt. Sieben Zähler stehen inzwischen auf dem Konto der Domstädter, wodurch man den zehnten Platz belegt.

