Nach dem Fehler von Manuel Neuer in Augsburg hat Max Eberl die Torwartfrage beim FC Bayern beantwortet. Der Sportvorstand hält am 40-Jährigen als Stammkeeper fest. Jonas Urbig soll trotzdem weiter Einsatzzeit bekommen.
Beim 2:2 in Augsburg lagen die Münchner schon nach acht Sekunden zurück, und Neuer hatte daran entscheidenden Anteil. Auch beim zweiten Treffer der Gastgeber machte der Keeper keine gute Figur. Seither wird über die Besetzung des Bayern-Tores wieder lebhafter diskutiert.
Eberl bezog vor der Champions-League-Partie bei Viking Stavanger klar Stellung. „Manu hat einen Fehler gemacht. Das ist ihm in seinen zwei Jahrzehnten als Profifußballer sicherlich schon ein paar Mal passiert“, sagte er. Zweifel am Torhüter gebe es im Klub keine.
„Wir haben einen klaren Plan. Den setzen wir seit fast anderthalb, fast zwei Jahren um. Manu ist unsere Nummer eins, und das wird er auch bleiben“, betonte Eberl. Unmittelbar nach der Partie in Augsburg hatte er Neuers Patzer beim 0:1 noch deutlich kritisiert. Eine grundsätzliche Neubewertung der Hierarchie soll daraus aber nicht folgen.
Urbig könnte in Norwegen beginnen
Wer am Dienstagabend in Stavanger im Tor steht, ließ Eberl offen. Darüber habe sich Vinnie schon Gedanken gemacht, er selbst wolle nicht vorgreifen. Zuletzt hatten Berichte darauf hingedeutet, dass Urbig in Norwegen von Anfang an ran darf.

Ein Einsatz des 23-Jährigen wäre nach aktuellem Stand keine direkte Reaktion auf den Fehler in Augsburg. Der Klub will Urbig schon länger gezielt Spielpraxis verschaffen und ihn Schritt für Schritt an eine größere Rolle heranführen. In der deutschen Nationalmannschaft kassierte er zuletzt in seinen beiden Einsätzen keinen Gegentreffer.
Einen sofortigen Wechsel auf der Torhüterposition sehen die Verantwortlichen laut Eberls Aussagen nicht vor, Neuer bleibt die Nummer eins. Wie es langfristig auf der Position weitergeht, ließ der Sportvorstand offen.

