Eine strittige Szene hat in der Süper Lig für Ärger gesorgt. Im Fokus stand dabei auch Nationaltorhüter Alexander Nübel.
In der Partie zwischen Nübels neuem Klub Besiktas und Kocaelispor parierte der Torwart in der 48. Minute erst gegen Metehan Altunbas, dann fasste er dem Angreifer jedoch kurz ans Bein und hinderte ihn so möglicherweise am Nachschuss. Der Schiedsrichter und auch der Video Assistant Referee ließen die Aktion ungeahndet weiterlaufen, ganz zum Ärger der Gäste, die Favorit Besiktas am Ende knapp mit 1:2 unterlagen.
„Uns wurden unsere Rechte vorenthalten, sie wurden uns gestohlen! Ehrlich gesagt habe ich mich auf dem Weg hierher noch nicht beruhigt“, schimpfte Trainer Selcuk Inan laut Sport Bild noch auf der Pressekonferenz: „Die Schiedsrichter hatten heute keine gute Absichten.“ In den sozialen Medien postete Kocaelispor nur knapp „Kein Kommentar.“
Nübel im Glück: „Hätte eine Rote Karte sein müssen“
In der Nachbetrachtung herrschte weitgehend Einigkeit, dass Nübel in der Szene großes Glück hatte. „Das hätte ein Elfmeter und eine Rote Karte sein müssen. Auch ein Eingreifen des VAR wäre erforderlich gewesen“, stellte etwa Schiedsrichter-Experte Secim Demirel bei beIN klar.
Sportlich läuft es für Nübel seit einem Wechsel in die Süper Lig bisher sehr gut. Der Schlussmann und sein Team verloren in der Süper Lig nur zwei von sieben Spielen und liegen einen Zähler hinter Stadtrivale Galatasaray auf dem zweiten Tabellenplatz. Nübel hielt zweimal seinen Kasten sauber und ist beim Traditionsklub aus Istanbul die klare Nummer eins.

Auch bei den zurückliegenden Länderspielen durfte sich der Keeper zeigen. Nübel zählte zu den Torhütern, die Bundestrainer Jürgen Klopp in sein erstes Aufgebot berief und stand beim 0:1 gegen Griechenland zwischen den Pfosten. Für den ehemaligen Paderborner, Schalker und Münchener war es das vierte Länderspiel.

