Gipfeltreffen: Englischer Verband will Infantino-Gegenwind vorantreiben

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Der englische Fußballverband wird die Gegenbewegung gegen Gianni Infantino anführen, der diese Woche erneut auf Konfrontationskurs mit dem FIFA-Rat gehen wird. 

Der Präsident des Weltverbands wird voraussichtlich an seiner Macht festhalten, da bei dem Gipfeltreffen der einflussreichen Entscheidungsträger am Donnerstag dem Vernehmen nach keine weiteren Kandidaten für die Wahl im nächsten Jahr ernannt werden.

Eine dem englischen Telegraph vorliegende Tagesordnung für das Treffen in Zürich sieht dennoch vor, dass alle großen Kontroversen, die Infantino im Laufe des letzten Jahres umgeben haben, auf Antrag der 37 Ratsmitglieder eingehend geprüft werden.

Infantino unter Beschuss: FA geht voran

Ein Punkt auf der Tagesordnung ist der Diskussion über den umstrittenen Friedenspreis der FIFA gewidmet, was Infantino in eine heikle Lage bringen könnte, da er dem Rat noch keine Nominierung für dieses Jahr vorgelegt hat, nachdem er den erstmals verliehenen Preis im vergangenen Dezember einseitig an Donald Trump vergeben hatte.

Debbie Hewitt, die Vorsitzende des englischen Fußballverbands (FA) und Vizepräsidentin der FIFA, wird sich voraussichtlich zu Wort melden. Und das, nachdem sie Infantino in einem Schreiben aufgefordert hat, alle Dokumente und Unterlagen offenzulegen, die sowohl mit seinem aufgegebenen Plan zum Verkauf der WM-Rechte als auch mit der Entscheidung zur Aufhebung der Sperre des US-Stürmers Folarin Balogun in Zusammenhang stehen. Das könnte ungemütlich für Infantino werden.

Gianni Infantino
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Es ist klar, dass der Druck auf den Präsidenten wächst. Der englische Verband hat sich zuletzt ohnehin schon sehr, sehr deutlich positioniert. Die Liga hat sich außerdem der La Liga, der Bundesliga und der Serie A angeschlossen. Und eine „grundlegende“ Reform der Führungsstrukturen der FIFA gefordert, wobei sie Infantino vorwirft, „ausbeuterische Ideen aktiv gefördert“ zu haben. Viele Verbände arbeiten also daran, eine weitere Amtszeit des aktuellen FIFA-Bosses zu verhindern.

Ob sie damit Erfolg haben werden, ist noch nicht klar. Einige Verbände halten immer noch zu Infantino. Das könnte am Ende sehr interessant werden. Und auch davon abhängig sein, welchen Gegenkandidaten man aufstellt. Infantino wird seinen Platz aber nicht freiwillig räumen.

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