Enthüllt: So mies ist die Stimmung in der Gladbacher Kabine

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Bei Borussia Mönchengladbach ist die Krise längst auch in der Kabine angekommen. Nach dem 1:2 gegen Hoffenheim, der sechsten Niederlage im sechsten Spiel, verschwanden die Profis wortlos in den Katakomben. Neben der sportlichen Bilanz von null Punkten und 8:20 Toren macht den Verantwortlichen vor allem die Mentalität der Mannschaft Sorgen.

Wie die Sport Bild berichtet, gilt das Team intern als zu leise und zu brav. Streit gibt es zwar nicht, wirkliche Führung aber auch nicht. Selbst der zwischenzeitliche Ausgleich durch den 17-jährigen Wael Mohya setzte keine Kräfte frei. Abseits des Platzes treffen sich die Spieler kaum noch, viele verlassen das Trainingsgelände kurz nach den Einheiten, Teamabende finden kaum statt. Die Mannschaft zerfällt in kleine Gruppen. Hinzu kommen Zweifel einiger Routiniers an der Qualität ihrer Mitspieler.

Gladbach verkaufte fast die komplette Achse

Sportchef Rouven Schröder und der neue Trainer Alexander Blessin setzen auf Zuspruch statt Druck. Am Tag nach der Hoffenheim-Pleite führten beide zahlreiche Einzelgespräche, auch mit kritischen Inhalten. „Die Schwachen bleiben liegen, die Starken werden aufstehen“, gab Blessin dem Team mit auf den Weg.

Die Ursachen liegen vor allem in der Kaderplanung. Aus finanziellen Gründen verlor Gladbach im Sommer fast seine gesamte Achse. Rocco Reitz ging nach Leipzig, Nico Elvedi nach Leeds, die Leihspieler Haris Tabakovic und Yannick Engelhardt kehrten nicht zurück. Kapitän Tim Kleindienst fehlt nach seiner Knieoperation in der Vorsaison nun erneut mit einem Muskelfaserriss. Zudem sorgte er mit öffentlicher Kritik an seinen Mitspielern für zusätzliche Spannungen. Auch Jens Castrop, Jan Leszczynski, und die beiden in der Sommerpause verpflichteten Neuzugänge Enzo Leopold und Nicolas Kühn fallen teils länger aus.

Rouven Schröder, Borussia Mönchengladbach
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Eine Trennung von Schröder ist nach dem Aus von Eugen Polanski laut Sport Bild dennoch kein Thema. Am Freitag in Stuttgart droht jedoch die nächste historische Marke. Mit einer siebten Niederlage in Folge hätte Gladbach den schlechtesten Bundesliga-Start aller Zeiten perfekt gemacht. Die Schwaben kommen trotz eines enttäuschenden Bundesliga-Auftakt dennoch mit Selbstvertrauen. In der Champions League gegen Atletico Madrid spielte die Mannschaft von Sebastian Hoeneß die Rojiblancos phasenweise an die Wand.

 

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