Jürgen Klopp plant im DFB-Team weiter mit Joshua Kimmich. Der Bundestrainer stärkt dem Spieler des FC Bayern nach der jüngsten Kritik den Rücken. Im Mittelfeld begrüßt er zugleich den Wettbewerb um die Plätze.
Bei DAZN nahm Klopp anlässlich des Champions-League-Duells zwischen Bayern und Arsenal Stellung: „Kimmich ist ein herausragender Spieler, der in unserem Team immer einen Platz haben wird. Aber wir brauchen ja auch mehr als einen Spieler im Mittelfeld, das ist ja klar“.
Zuvor hatten Experten über mehrere Wochen erörtert, ob Deutschland ohne den Mittelfeldspieler besser spielen könnte. Kritiker bemängelten, Kimmich verschleppe zu oft das Tempo und versuche, das Geschehen zu stark zu kontrollieren. Andere widersprachen dieser Einschätzung entschieden; auch Lothar Matthäus und Dietmar Hamann vertraten in der Diskussion unterschiedliche Positionen.
Klopp lobt Pavlovic und Bischof
Mit ihren Auftritten hatten Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof die Diskussion verstärkt. Klopp würdigte die beiden Bayern-Spieler für ihre Leistungen im deutschen Mittelfeld: „Pavlovic und Tom haben es beide sehr gut bei uns gemacht, aber das heißt ja nicht, dass es mit Kimmich nicht funktioniert.“
Für die Besetzung der Positionen verwies der Bundestrainer auf die jeweilige Situation und die Leistungen seiner Spieler. „Für uns ist es wichtig, dass wir wissen, wen wir haben und wen wir dann aufstellen. Das entscheiden wir je nach Situation und danach, wer wie gespielt hat“, sagte Klopp.

Eine Zusage für die Startelf gab Klopp dem Mittelfeldspieler damit allerdings nicht. Er machte die Auswahl vielmehr von Form und taktischen Erfordernissen abhängig. Die Entwicklung von Pavlovic und Bischof bewertet er als zusätzliche Möglichkeit, wenn er über die Besetzung seiner Mannschaft entscheidet.
Gegen Arsenal fehlte Kimmich wegen eines Trauerfalls innerhalb seiner engsten Familie. Bayern bestätigte dies am Mittwoch und bat darum, die Privatsphäre des Spielers sowie seiner Angehörigen zu achten. Zu welchem Zeitpunkt der 31-Jährige wieder trainiert und für seinen Klub spielen kann, ist noch nicht bekannt.

