Lennart Karl sucht beim FC Bayern weiter nach seiner früheren Form. Trainer Vincent Kompany setzt nach der langen Verletzungspause des 18-Jährigen auf Geduld. Gegen den FC Arsenal stand der Offensivspieler trotz Michael Olises Sperre nicht in der Startelf.
Kompany hält die aktuellen Schwierigkeiten für keinen Anlass zur Sorge und räumt seinem Spieler Zeit ein. „Der Rhythmus und die Leistungen werden schon noch kommen. Er spielt noch nicht auf dem Niveau der letzten Saison, aber das ist auch in Ordnung“, erklärte der Trainer.
Karl hatte im Juni einen Muskelbündelriss erlitten. Wegen dieser Verletzung verpasste er die Weltmeisterschaft 2026 und kehrte erst gegen Ende August nach einer Pause von ungefähr zwölf Wochen auf den Rasen zurück. Seither versucht der 18-Jährige, wieder in seinen gewohnten Spielrhythmus zu finden.
Auch ohne Olise kein Startelfplatz
Beim 2:2 gegen Arsenal in der Champions League entschied sich Kompany erneut dafür, Karl zunächst auf die Bank zu setzen. Viele Fans hatten angesichts der Sperre für Olise mit einem Platz in der Anfangsformation gerechnet. Der Ausfall seines Offensivkollegen reichte jedoch nicht aus, um Karl einen Startelfplatz zu sichern.
Kompany hat im Angriff auch Luis Díaz und Serge Gnabry zur Auswahl. Dazu kommen Jamal Musiala sowie Ismail Saibari, der neu zum Verein gestoßen ist. Karl muss sich damit neben den Folgen seiner Verletzung auch gegen mehrere Konkurrenten behaupten, wenn er sich einen Platz in der Mannschaft erarbeiten will.

Seinen Durchbruch hatte der Offensivspieler in der vergangenen Saison geschafft, als er mit seinen technischen Qualitäten und seinem Tempo überzeugte. Dadurch sind die Erwartungen an Karl deutlich gewachsen. Derzeit erreicht er dieses frühere Leistungsniveau noch nicht, doch das Trainerteam hält an seinem Vertrauen in den jungen Spieler fest.
Dass Karl nach der längeren Pause nicht sofort wieder an seine stärksten Auftritte anknüpft, akzeptiert Kompany. Über seinen Umgang mit dem Offensivspieler sagte der Trainer: „Er weiß, dass so etwas vorkommt, und er weiß, dass wir Geduld mit ihm haben.“


