„Komplett alleine gefühlt“: Ex-DFB-Star Uth rechnet mit Schalke ab

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Mark Uth blickt mit gemischten Gefühlen auf seine Zeit beim FC Schalke 04 zurück. Der ehemalige Nationalspieler hat in einem Interview offen über die schwierigen Jahre in Gelsenkirchen gesprochen und dabei deutliche Kritik am Umgang des Vereins mit seinen Spielern geübt. Besonders die Ereignisse rund um den Bundesliga-Abstieg 2021 haben beim 35-Jährigen Spuren hinterlassen.

Im Gespräch mit Transfermarkt erinnerte sich Uth an die teilweise bedrohliche Atmosphäre nach dem sportlichen Absturz der Königsblauen. Vor allem die nächtliche Konfrontation mit den eigenen Ultras sieht der frühere Angreifer rückblickend äußerst kritisch.

„Nach dem Schalker Abstieg waren Szenen dabei, die wirklich schwierig waren. Dass man uns um 3 Uhr nachts vor die Ultras gestellt hat, war nicht so schlau, da hätte man uns besser schützen können“, erklärte Uth.

Uth kritisiert mangelnden Schutz auf Schalke

Der ehemalige Bundesliga-Profi machte deutlich, dass sich Spieler in schwierigen Phasen nicht immer ausreichend von ihren Vereinen unterstützt fühlen.

Dabei gehe es nicht ausschließlich um die Ereignisse auf Schalke. Vielmehr gebe es zwischen den Klubs erhebliche Unterschiede im Umgang mit öffentlichem Druck und Kritik.

„Die einen Vereine schützen einen mehr, bei anderen ist der Druck von Presse und Öffentlichkeit einfach sehr, sehr hoch. Ich hatte Phasen, in denen ich mich komplett alleine und gar nicht geschützt gefühlt habe. Das gab es auf jeden Fall“, berichtete Uth.

Besonders belastend sei die sportliche Situation während seiner Schalker Zeit gewesen. Der Verein kämpfte über weite Strecken gegen den Abstieg. Hinzu kamen die besonderen Umstände während der Corona-Pandemie, als zahlreiche Spiele ohne Zuschauer ausgetragen werden mussten.

„Fast die komplette Zeit dort war Abstiegskampf, bis auf ein halbes Jahr“, erinnerte sich der ehemalige Angreifer.

Die ständigen sportlichen Rückschläge hätten auch abseits des Platzes ihre Spuren hinterlassen. Eine solche Situation „zerrt brutal an den Nerven, ist unfassbar anstrengend, und am Ende sind wir auch nur Menschen, die das alles mit nach Hause nehmen“, betonte Uth.

„Fußballspielen war nicht mehr so spaßig“

Mark Uth
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Der 35-Jährige räumte ein, dass die schwierige Zeit auf Schalke auch seine Freude am Fußball beeinträchtigt habe.

„Da war eine Phase dabei, in der das Fußballspielen nicht mehr so spaßig und leicht war wie vor der Schalke-Zeit. Das muss ich eingestehen.“

Gleichzeitig betonte Uth, dass er grundsätzlich gut mit Druck umgehen könne. Trotz der schwierigen Umstände habe er versucht, sich auf seine Leistungen zu konzentrieren und die öffentliche Kritik nicht zu nah an sich heranzulassen.

Im Sommer 2025 musste der frühere Nationalspieler seine aktive Karriere verletzungsbedingt beenden. Inzwischen absolviert er ein Trainee-Programm bei seinem Herzensverein 1. FC Köln und strebt eine Laufbahn als Trainer an.

Dabei möchte Uth auch seine negativen Erfahrungen aus der Profikarriere weitergeben.

„Als Ex-Spieler weiß ich ganz genau, wie es ist, wenn du in den Himmel gelobt und gefeiert wirst. Ich weiß aber auch, wie es ist, wenn du am Boden bist, absteigst und gehasst wirst. Deswegen kann ich den Jungs jetzt ein paar Tipps geben, wie sie sich verhalten sollten. Das ist ein Riesenvorteil von Leuten im Trainerstab, die selbst gespielt haben“, erklärte er.

Seine Erfahrungen beim FC Schalke 04 dürften ihm dabei eine besondere Perspektive auf den Umgang mit jungen Spielern und schwierigen sportlichen Situationen geben.

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