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Gianni Infantino
IMAGO / NurPhoto

FIFA-Boss Infantino sicher: „Überweigende Mehrheit“ unterstützt ihn

Von Manuel Behlert · · 2 Min Lesezeit

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FIFA-Präsident Gianni Infantino betont, er habe die Unterstützung der „überwiegenden, überwiegenden Mehrheit“ der weltweiten Fußballgemeinschaft, und wies Fragen darüber, ob er wegen des Debakels um den Verkauf der WM-Rechte einen Rücktritt in Erwägung gezogen habe, lachend zurück.

In einem seiner eher seltenen Interviews schlug er gegenüber BBC Sport einen trotzigen Ton hinsichtlich seiner eigenen Position im Zuge des umstrittenen Vorschlags zur „FIFA Forward Enterprise“ (FFE) an und erklärte, es sei nicht immer einfach, unterschiedliche Standpunkte „unter einen Hut“ zu bringen. Das kommt überraschend.

„Es ist nichts Schlimmes daran, unterschiedlicher Meinung zu sein“, sagte er. „Wir sehen das jeden Tag in so vielen Ländern der Welt. Es ist in Ordnung, unterschiedlicher Meinung zu sein. Es ist in Ordnung, unterschiedliche Standpunkte zu haben, aber dann müssen wir in der Lage sein, weiterzumachen.“

Infantino weiter unter Druck

Vor zwei Monaten sah sich Infantino zunehmenden Forderungen nach seinem Rücktritt als Präsident der Organisation gegenüber, die er seit 2016 leitet. Die Chefs des europäischen Fußballverbands UEFA, der Asiatischen Fußballkonföderation und der CONCACAF, die den Fußball in Nord- und Mittelamerika organisiert, unterzeichneten einen Brief, in dem sie dem FIFA-Präsidenten vorwarfen, „durch Täuschung“ das Vertrauen missbraucht zu haben.

Letzte Woche forderte die UEFA die FIFA auf, bis zum 2. November alle wichtigen Dokumente im Zusammenhang mit der FFE offenzulegen, wobei UEFA-Generalsekretär Theodore Theodoridis erklärte, die Organisation habe es versäumt, „eine Reihe grundlegender Fragen“ zu klären. Der Druck wurde dadurch erhöht. Und alles, was bisher von Infantino kam, war nicht zufriedenstellend.

Gianni Infantino
Getty Images

Im Rahmen des FFE-Modells, das Infantino innerhalb weniger Tage wieder verwarf, wäre ein Teil der kommerziellen Rechte an den vom Weltfußballverband ausgerichteten Wettbewerben an eine private Investmentgesellschaft verkauft worden.

Seit der Zustellung des Schreibens ist Infantino um die Welt gereist und trat in Marokko, der Dominikanischen Republik, Kap Verde und Japan auf, wodurch es ihm gelang, so viel Unterstützung zu gewinnen, dass seine Wiederwahl zum Präsidenten für eine vierte Amtszeit im nächsten Jahr nun unvermeidlich erscheint.

Außerdem hat er vorgeschlagen, die Mittel für die weltweite Fußballförderung um 3,4 Mrd. US-Dollar (2,6 Mrd. Pfund) aufzustocken. Immerhin: Im asiatischen Verband hat er einige Befürworter. Es bleibt also interessant, ob sich Infantino tatsächlich noch einmal wiederwählen lassen kann.

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